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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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27. Dixit Jhesus disoipulis suis: qui non intrat per liostium.

envolgent keime frömden, von dem fliehent und ilent von dem, aber disemevolgent, wanne bekennent sine stimme. Wanne nu Cristus sprachselber daz er die türe were in der worheit, und wie vil ir anderswo ingingen tdanne durch dise türe, die werent alle diebe und mörder, weles sint nu dise5 diebe? Daz sint alle die in irre natürlicher behendikeit irre Vernunft stantund domitte ingant, und nüt Got blos und luterliclien enmeinent und demminneclichen bilde unsers herren Jhesu Cristi nüt volgent in demütigergelossenheit und sich selber verweri'fent und für gebrestenlich und kleinehabent; dise die gant zu einer unrechten türen in. Wer ist diser diep der do

10 stilet? das ist, ein böse verborgen angel ist in dem menschen, ein leit ougen-schalk, das ist ein annemlicheit unde eine valsche nimlicheit, die alle ding ansich trucken wil, das begriffen mag an Gotte und an den creaturen, ie wil züslahen mit eigenschaft und wil das sin; und duncket ie üt von irselber, so hat üt geton; und so wil Inst, trost, smacken und fülen

15 haben und wil also gros sin, also heilige, also selig, und bekennen und wissen, wil ie üt sin und sich iemer nüt verlieren. Dis ist der diep der intüfelscher wisen züslichet und benimmet Gotte sin ere und dem menschen alleworheit und vollekomenheit beröbet. 0 kinder, kinder, welichen grossenschaden tut diser diep in dem menschen, nie danne alle die diebe ie getatent

20 die ie erhangen wurdent in der zit! 0 nement dez in üch war und sehent fürüch und hütent üch! Weles nu der mörder si do Cristus von sprach? das istein unsagelich urteil, das stet in dem menschen, des sint vil menschen vol; dazstat rechte in der naturen das der mensche alles einen andern wil berichtenund kan sich selber dicke berichten nüt, also vol ist er urteiles; der sprichet

25 ime ze vil und der ze kleine; der isset ime ze vil und der ze wenig; derweinet zu viel, der ze wenig; dis ist mit allen dingen, dis mordige urteil, unddem volget denne vernüten in dem liertzen und in dem gründe, und ettewennebrichet es ouch uz an dem gelasse unde ouch an den Worten, und mordeteinen andern mit der selben wunden domitte er ist gewunt, und bringet ime ein

30 böse urteil ouch in und mordet ouch den nehsten uf den daz dis urteil vellet,in dem daz ers höret. Was weistu dines nehsten grünt? was weistu Gotteswillen an ime oder durch welichen weg das Got ime gerüffet oder geladethabe? Und die werge di wil tu noch dime houbete richten und regieren undwilt Gottes willen morden und mit dime valschen urteile berichten? Diser

4. danne] wand 88. 5. b. und i. 88, b. und in i. 91. 8. u. sich ouch f. g. 88.

gebrestelichen 88. 10. b. und v. 88. ist f. 88. leidiger 88. 13. dunket 88,

dunkent S. 14. hat 88, haut S. 15. s. und a. 88. h. und a. 88. 17. tüfellicher 88.19. diser] der 88 (diser 91). danne] wenne 88. 19 f. diebe ie getatent die f. 88 (91 wie 89).22. d. do st. 88. 23. einen 88, einem S. 24. eukan 88. nüt berichten 88. 25 f. derweinetwenig f. 88. 26. diseme mordigen urteile 88. 29. gewundet 88. ime ein]

eime sin 88. 32. welen 88.