21. Pride in unfriden. 87
das der mensche nüt vermag; wachete er gerne, so müs er sloffen sundersinen willen; vastet er gerne, so müs er essen; und so er-gerne in stille undin raste were, so müs er anders sin, umb das ime alles enthalt gebrochenAverde und uf sin blos luter niht gewiset werde und uf Got wesenlichen hübeund sin vergehen alleine in einte simpellen ejnveltigen gelouben unde enthalt 5von nichte nüt nie. Wan also weltliche lüte und sündige menschen verblibentin gelücke der sinne, in gute und in eren, also verblibent die lüte in eigenregenügede, es si in wirkender oder in smackender wisen, und entvallent eimeeinvaltigen gruntlich uf Got sich lossen und wareme armüte irs geistes inGottes Avillen. — Es sprich et ouch Judea also vil also 'Got loben'. Künde der 10mensche den weg geroten daz er Got lobete umb alle ding, wie alle ding-gevielent ussewendig oder indewendig, mit ime oder wieder in, so het er wolgeroten. Ouch kinder, das er alle ding mit dangnemekeit Gotte wieder uf-irüge, daz wer ein sicher und ein war gezüg. Trage es rehte wieder in dengrünt do es usgeflossen ist, und merre du niht uf nichte, sunder flüs selbe mit 15in mit allen dingen. Do wurt der wore lop Gottes geborn und bringet in derworheit fruht in (lerne gründe; do ist der blume und die fruht ein, do Got istund Gotte daz lit in dem Hellte. Dar trag din ufvelle und din invelle, was esist und wo es her kummet, oppfers ime wider uf und dich domitte. ■— Er sprachouch: 'zu Samariam süllent ir sin min gezüg'. Samarien sprichet also vil also 20'ein vereinunge mit Gotte'. Da ist daz allenvareste sicherste gezüg, do manGotte vereinet ist in der worheit. Do entwüschet der geist ime selber undallen creaturen, wan in Götz einikeit do verlüret man alle manigvaltekeit undwurt do erhaben über manigvaltikeit. Do in disem gezüge so werdent diepbersten krefte ufgefürt in den hinunel, do der heiige Got vereinet ist und do 25SÜ ire selikeit inne enpfindent und do sü Götz gebruclient in der worheit, undsu - zielient die nidersten krefte noch in also verre also in daz mügelich ist;danne in disem mag der mensche vergen und endarf nüt me denne Got lobenaller der minneklicher sunderlichen goben die der herre mit ime getan hat,Wanne er bekennet sü in Gotte und ennimmet er sich zümole nüt an. Dar- 30nach so wurt er-gefürt in den andern himmel, in daz gotteliche wesen; doverlüret der geist so gar in dem himmele daz er sich selber do ve rlüretalzümole, und do versincket er. Wie es ime do get und was er do bevint undsmacket und gefület, dannanvon enkan nieman gesprochen noch gedencken
I .
1. enmag F. 2. in st,] stillen F. 3. raste wcrest F. nrastn vil a. s. vnd
mvs alles sin tun ein anders sin vmbe F. 4. luter blos 88. werde F, werden S (aber n
fiestr. und dann wieder ergänzt). 5. s. veriehen 88, s. v'ge F, sich . . versenek Druck.
«gevaltene F. enhalte SS, halten Druck. 6. also, also w. F. 7. gelüste" F. 14. ein(vor war) f. F. IC. geware F. 17. do ist got 88 F. 18. gotte (glitte F) daz lieht SF,S- d. beht SS, l. Got daz lieht? 21. daz SF, der 91, 21 f. do mitte got v. 91. 24. domi t e. 91. gezugnisse 91. 28 f. n. me Ionen a. 91 F. 30. vB der [dieses Wort ühergeschr.]m mmet F. 32. also g. F. 33. e. mit i. F. 34. dan ahe F.