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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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71
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15. Clarilica me pater claritate. 71

swindekeit dins gemixtes. Daz du dich in disen zwein wisen übest, daz ist gutund heilig, und enloss dir dise übunge diser wisen enkeine creature nemen,Got der enziehe dich denne selber neher; zühet dich Cristus, so lo dich imesunder forme und sunder bilde, und lo in würcken, bis sin instrumente, das istime löbelicher und dir nützlicher das du dich hie inne lossest ein pater noster 5lang, denne du dich hundert jor übetest in andern zwein wisen. Nu sprechentetliche lüte: 'bist du nüt noch darüber komen?' Ich spriche: 'nein, über dasbilde unsers herren Jhesu Christi enmag nieman kum men' . Sunder du soltestsprechen: 'bist du über die wege und wise noch nit kummen die du miteigenschaft besessen hast?' Nu sich in mit flisse und nim war der ordenunge 10Gottes von innan und nim eine wise noch der andern! Hie wart die türe ufgeoffent ettelichen mit eime zuge, ettelichen mit einre gelossenlieit, hie wurtsant Paulus wort vollebrecht, das nie ouge engesach noch nie ore engehörtenoch in nie hertze enkam daz Got hie offenbaret. Meiner ensol sich dermensche des versehen daz er iemer volkomen werde; alse verre alse es hie 15mügelich ist, der usser mensche werde broht in den innem menschen, do wurtder mensche ingenomen, do wurt alsolich wunder, alsoliche richeit geoffenbart.Entruwen, kinder, der vil hie in gaffen wolte, der müste dicke zu bette ligen,die nature enkunde es nüt getragen. Nu wissent, e daz vollebroht werdedovon wir hie gesprochen haut, do müs uf die nature manig swinde dot Valien 20ussewendig und innewendig. Dem tode antwurtet ewig leben, Kinder, dis wilnüt eins tages, eins jores zügon, nüt enverrent üch, es nimmet zit und harzügehört simpelheit und luterkeit und gelossenlieit. Und dis ist der allervolkomenste weg; den gebe mir und üch der vatter und der sun und derheiige geist. Amen.

16.

Expedit vobis ut ego vadam. 25

Die bredie usser sancte Johans eAvangelio des vierden sunnentagesnoch dem ostertage seit wie uns der heiige geist stroffet umb alle unser sünde,und meldet in uns alle weltliche inbildunge underscheidenliche und heisset unsnieman urteilen.

Unser herre sprach zu sinen geminten frunden: 'es ist üch nütze daz 30ich von üch var, unde var ich nit von üch, so enkummet der tröster nüt zu

4. zu sunder {zweimal):] 'Corrig.: on' [SS]. bis] bitz S. zu bitz:] l id.[?]: siest' S.W. I. noch nie in h.? Der Basler Druck hat: noch in keins menschen h. zu der Nummer:]

'Cod. 89 u. 91, n» 10'. zu 'A. 35:] 'Joh. 16, 7—15'. in F(78»ff.) fehlt Z. 36—29; dafür v.j. IL:d' üi sunnetag' noch d'oct. der osteren. 30. h. ihc sp. F. g. und userweiten iuugem unde f. 91.