Druckschrift 
Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

20

3. An dem zwölften tage von drien mirren.

körnelin. Das wiröch hat guten roch; also wanne daz für daz körnelinbegriffet, so läget es und suchet eht den roch in dem körne, er löset dengevangenen der in dem körne lag, daz der ufgat und wurt ein gut roch darus.Dis für enist anders nüt wanne bürnende minne zu Gotte, die in dem gebette

5 lit. Daz ist der wiröch der uzlat den rechten guten roch der heiigen andacht,wanne also geschrieben stot: gebet ist nüt anders wanne ein ufgang desgemütes in Gotte. Bebt also daz strö ist umbe kornes willen und nit nie,man welle denne ein bette daruz machen do du ui'fe rüwest oder einen mist,also ist ussewendig gebet nüt me nütze denne also verre als es zu diser

10 edelen andaht den menschen reisset, und dannan uzbrichet der edel roch;wanne der denne uskummet, so la das gebet des mundes künliche varn. Hieslüss ich die uz die von den gebotten der heiligen kirchen zu gebetteverbunden sint.

Die bredige usser sant Matheus ewangelio des zwölften tages15 von den drien künigen lert wie man die geburt suchen sol undvinden müs in dem liebte der gnoden mit undergange des natür-lichen liehtes durch langbeitsamkeit in den begerungen.

_ Wo ist der geborn der Juden künig? wir wellent in anbetten underen mit mirren und mit wiröche und mit golde.' Die sele weis wol daz Got20 ist, jo ouch von natürlichem bellte, mer wer er si oder wo er si, das istzumole lr unbekant und verborgen und enweis davon zümole nihtes niht. Nustot uf ein minnencliche begerunge und suchet und froget flissecliche und wüstegerne umb iren Got der ir alsus bedecket und verborgen ist. In disemüissigen suchende so get ir uf ein sterne, daz ist ein schin und ein glantaRötlicher gnoden, ein götlich lieht, wanne diser, sprichet daz lieht, er ist ietze"geborn, und wiset die sele uf die geburt wo die ist; wanne daruf kunnentKern naturlich lieht nüt gewisen wo er ist. Etliche lüte wellen mit irmenatiirüclieme behte hernoch tasten noch diser geburt, und alle die müssentveibiiben, su müssent verderben, do enwurt nüt us. Dise geburt enmag nütmilden werden; _ denne daz selbe lieht daz die geburt geseit hat, daz müs ouchaie geburt bewisen wele si und wo geschehen si. Nu dise dorehten lütekunnent noch enwellent nüt also lange erbeiten daz in daz lieht gelullte do

9 i das «' o? 1 f ' 88 ' , J* Di8] daz 88 - 5 - d - d0 u - (J1 - 7- nit l ouch tzit 91 -

'ÜberMMh'a, S\ ^ ' °° A ^ [8 °' UeS: 88 ^ Nr ' 75 <&* in Cod.89)V zu 14]