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Die Todtenfeier des Kaisers Napoleon : [I. von Frankreich]
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sie dem Nationalhelden huldigte, ohne den Kriegsruhm über die Freiheitzu stellen. Sie verdiente es, weil sie eine Thatsache aussprach, die zuseiner Zeit wenige Menschen bezweifelten, daß nämlich Napoleon derrechtmäßige Souverain von Frankreich gewesen; eine Thatsache, dersogar die britische Regierung zustimmte, indem sie, die ihn nie zuvorals Kaiser anerkannt hatte, ihm jetzt diesen Titel gab. Zugleich wares eine abermalige, feierliche Verkündung der Volkssouverainetät: dennlegitimer Herrscher kann Napoleon nur dann genannt werden, wennman die Quelle der Legitimität in der Volkssouverainetät sucht. Esist daher kein Wunder, daß die Franzosen durch die Grundsätze, welchehinter jedem Satze dieser Rede durchschimmerten, zufrieden gestellt wur-den und ungemessene Erwartungen von einem Ministerium hegten,welches mit einer Handlung begann, die, wie man in Frankreichglaubte, das Ausland verletze und herausfordere. Der Beschluß, dieÜberreste Napoleon's nach Frankreich zu überbringen, erschien als dererste Schritt zur Aufhebung der Verträge von 1815. Der Höhenpunktdes Ministeriums Thiers war erreicht und da man glaubte, dasselbehabe diesen Beschluß dem Könige abgezwungen, ward es allein vondem ganzen Glanze der Handlung umstrahltDas Volk freute sich herzlich darüber, daß Napoleon nicht mehrin der Erde seiner erbittertsten Feinde ruhen werde. ÜbelverstandenerEifer aber, oder Parteisucht, bemühten sich, es weiter führen zu wollen,als gut oder nothwendig war. Einige Zeitungen schmähten die Karg-heit der Regierung, mit welcher sie für eine Nationalfeier nur EineMillion verlangt habe. Selbst in der Kammer wurde der Vorschlaggemacht, die Million zu verdoppeln, um die Feier großartiger zu machen.Dieser Vorschlag wurde verworfen, und zwar mit Recht. Wenn, um einNapoleon's würdiges Denkmal zu errichten, eine Million nicht hinreichte,warum sollten es zwei, warum drei Millionen? War nicht noch ganzFrankreich voll von Denkmalen, die das Andenken Napoleons verewigten?Verkündeten seinen Ruhm nicht laut noch die großartigen Bauten, die erwährend seiner Regierung unternommen, die Kanäle, die Brücken, dieHafenbecken, die Straßen? Und besaß nicht Paris selbst außer zahllosenandern Monumenten, jene herrliche Siegessäule auf dem Vendomeplatze