87seins auf Erden. Betend will ich täglich mit Ihmumgehen, und aus dem Geräusch des Lebens michoft zurückziehen zur stillen Beschäftigung mit Dem,den meine Seele liebet; ja, auch unter der Unruhedes Lebens ohne Unterlaß mit einem zu Ihm ge-kehrten, betenden Herzen einhergehen. — Ich willes nicht vergessen, daß ich als Gast und Fremdlinghier bin, und meine Heimath und Bürgerrecht imHimmel ist, von dannen ich auch des Herrn warte,um weder von den Lüsten, noch von den Sorgenund Mühen des Erdenlebens den Geist gefangennehmen zu lassen. — Die Welt sei mir gekreuzigtund ich der Welt; nicht ich, sondern Christus lebein mir; und was ich hier lebe im Fleisch, daslebe ich im Glauben des Sohnes Gottes, der michgeliebet und sich selbst für mich dargegeben hat.Wo ich falle und strauchle, will ich nicht im Ver-derben liegen bleiben, sondern gedenken, daß icheinen freien offnen Born habe wider alle Sündeund Unreinigkeit, und freimüthig mit jedem neuenGebrechen hinzugehen zu Ihm, dessen Blut michrein macht von aller Sünde, damit ich den vollenFrieden eines gereinigten Gewissens wiederfinden undbewahren kann. — Mit einem Kindersinn, der dasVertrauen zu seinem in Jesu versöhnten Vater beiallem Wechsel des Lebens bewahrt, der unverrücktvor Ihm wandelt, in rechtschaffenem Wesen einher-geht, keine Sünde liebt, sondern Allem absagt, wasmit der Nachfolge Christi sich nicht verträgt; miteinem Herzen, erfüllt vom Geist der Gnade unddes Gebets, in welchem bei der Liebe Gottes auchdie herzliche und thätige Bruderliebe wohnt, und
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