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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
81
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81Und, daß ich nicht mein selbst, sondern meinesgetreuen Heilandes Jesu Christi eigen bin, michnun in Wahrheit Sein nennen darf es ist einseliges Loos! Sein bin ich mit meiner Schuld,meinen Sünden und Gebrechen. Er kennt meinHerz wohl und dessen Regungen, seinen Kleinglau-ben, seinen Wankelmuth, seine Trägheit zum Gu-ten, sein ganzes Verderben; aber darum verwirftEr mich nicht, Er hat mich angenommen, da ichin meinem Blute lag, um selbst zu einem GefäßSeiner Ehre mich zu bereiten. Er wird mich nichtlassen, wird mit Seiner Gotteskraft mächtig seinin meiner Schwachheit, mich züchtigen, reinigen,zurechtweisen, mich demüthigen und stärken, und alsomich heiligen durch und durch, bis Er das angefan-gene Werk zu Seinem Preis vollendet hat. Seinbin ich auch nach meinem Leibesleben; Sein ist diesemeine sterbliche Hütte; Er wird auch für sie dar-reichen, was mir nöthig ist, um meinen Lauf mitFreuden zu vollenden. Sein ist mein Hab und Gut;Er wird bewahren, geben oder nehmen, was Sei-nem Kinde dient, und ich will mich auch hiermitnur als Seinen Haushalter betrachten, und es an-zuwenden suchen nach Seinem Wohlgefallen. Seinbin ich in guten Tagen, Sein im Kreuz, Sein,wenn ich froh und wenn ich traurig bin; Sein,wenn ich in Gefahren und Versuchungen stehe; Erwird helfen, daß sie nicht über mein Vermögen ge-hen und ich den Sieg behalte; Sein bin ich inKrankheit und Schmerzen, Sein im Sterbestündlein,und weiß, Er wird meinen Geist aufnehmen inSeine Hände; Sein wird meine Hütte sein, wenn