68Hülflosigkeit und all meinen Bedürfnissen. Duwirst mich nicht hinausstoßen, das kannst und ver-magst Du nicht, weil Du in Jesu Christo ja einGott des armen Sünders bist, und ich in Ihmden Zugang zu Deinem Vaterherzen habe. Freilichbin ich nur Staub und Asche vor Dir, der anbe-tungswürdigen, göttlichen Majestät, ein Wurm undeine Made vor Deinem Thron; es ist Gnade, daßDu meiner gedenkst und des armen MenschenkindesDich annimmst; freilich bin ich ein Sünder, derDeine heiligen Gebote vielfach übertreten, gegenDeinen guten Gotteswillen zahllos gefehlt, undDeinen Fluch verdienet hat; aber ich weiß auch,daß an dem Kreuze meines Heilandes mein Schuld-brief zerrissen, mein Fluch hinweggenommen, undmeine Schuld entrichtet ist. — Dein Thron ist einGnadenthron, und Dein Vaterherz vom innigstenErbarmen gegen mich erfüllt, ja der zärtlichstenLiebe voll. O, so blicke mich denn auch jetzt inGnaden an, da ich zu Deinem Heiligthum hinzu-treten will! — Lenke mein Herz ganz zu Dir indiesen Stunden, nimm hinweg, was es von Dirabwenden und Dein Gnadenlicht in mir trübenkönnte; laß es dein Tempel sein, darin Du woh-nest und Deine Herrlichkeit offenbarst! — Ichkomme, als treuloses, oft abgewichenes Kind zuDir; laß mich die Vaterarme finden, die der ver-lorne Sohn fand; laß mich Vergebung finden inJesu Blut für alle Sünde, und gib den gewissenTrost in mein Herz, daß sie in die Tiefe des Mee-res versenkt sei, und Du ihrer in Ewigkeit nichtmehr gedenkst! Rufe Du, mein Mittler und Erlö-
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