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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
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65Berufs mir leicht machen, und geben, daß keineUngerechtigkeit, Trägheit, Unredlichkeit und Unwahr-heit, weder vor Ihm noch vor Menschen, an mirerfunden, sondern daß allewege Christus an mir,und ich an Ihm gepriesen werde.Ich gedenke meiner irdischen Bedürfnisseund Anliegen und Sorgen. Bis hierher hatder Herr geholfen und unzählig viel Gutes undBarmherzigkeit an mir gethan; aber jede neue Lebens-zeit bringt auch neue Sorgen, Anliegen und Be-schwerden. Er weiß, was ich bedarf, weiß, welcheSorgen mich jetzt drücken, welche Anliegen michbeschäftigen. Ich verhehle sie Ihm nicht; sind siesündlichen und eiteln Ursprungs, so wolle er siemir hinwegnehmen; würdige, ernste Anliegen aber,die Sein Licht vertragen, will ich Ihm befehlen.Er wird ja auch in dieser Hinsicht Sich an mirals Vater beweisen, und was mich drängt, be-kümmert oder besorgt macht, gnädig und herrlichhinausführen.Ich gedenke heute meiner dahin eilendenLebenszeit. So manches Jahr derselben ist schonhingeschwunden und kommt nicht wieder, und icheile auch der Zeit meines Abschieds entgegen. Ichspreche: Du bist mein Gott, meine Zeit steht inDeinen Händen. Ach, die vergangene Zeit ist nichtvon mir angewandt wie sie sollte! wie vielnäher wäre ich sonst mit Gott verbunden, wie vielmehr der Sünde und der Welt gestorben, wie vielmehr in Sein Bild verklärt! Das erflehe ich darum,daß der noch vor mir liegende Theil meines Hier-seins nicht vergeblich von mir gelebt werde, daß ich