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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
59
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sichern Schilde seine Anklagen wie seine Versu-chungen zurück. Hier ist ihm sein Recht undseine Macht über uns genommen. Wer will dieAuserwählten Gottes beschuldigen, wer will ver-dammen? Christus ist hier, der gestorben ist. Werwill uns scheiden von der Liebe Gottes?Wir verkuͤndigen Jeſu Tod den Engelnund den vollendeten Gerechten im Himmel.Wir rufen ihnen zu: das Erbtheil, das ihr genießet,ist auch unser geworden durch Jesu Versöhnungstod.Wir ſind gekommen zu der Stadt des lebendigenGottes, zu der Menge vieler tausend Engel undzu den Geiſtern des vollkommnen Gerechten. Eswird nicht lange mehr währen, dann stehen wir ineuren Reihen, mit euch dem Lamme Ruhm undPreis und Ehre zu bringen, das erwürget ward.Wir verkündigen den Tod des Herrn unsernMitgenossen am Reiche, unsern in Jesu ver-bundenen Brüdern auf Erden. Bei aller Verschie-denheit der aͤußern Lebensstellung, des Erdenlooses,der Gemüther, ja bei aller Trennung, die leider sooft noch Christen und Christen von einander ent-fernt, finden sie hier, als an der gemeinsamen Le-bens= und Heils=Quelle, sich zusammen, bekennensie hier gemeinsam: wir wissen von keinem andernGrund des Heils, als in Seinem Tod; undreichen sich hier über dem Kreuze die Bruderhand.Endlich verkündigen wir den Tod des Herrnhier uns selbst, unserm eignen Herzen und Ge-wissen. Was zagst und klagst du denn, schwermü-thiges Herz, was regt ihr euch, ihr anklagendenund verdammenden Gedanken der Seele? Ist nicht