Blick auf die Mitgenossen am heiligen Mahle.Indem ich mich anschicke, der Bundestafel desHerrn zu nahen, darf ich aber nicht blos bei mirund meinen Anliegen stehen bleiben. Wie wir imheil. Abendmahle Alle von einem Brod essen undvon einem Kelch trinken, wie wir Alle gemeinsamhier zu dem Gnadenthrone in seinem Blut hinzu-gehen, so soll auch das Gefühl des brüderlichenEinesseins in dem Herrn uns hier durchdringen,und die Herzen sollen in der Liebe Christi sich ent-gegenwallen. Unser Aller Gebet soll sich zu EinemGebete vor dem Herrn vereinen, das verborgeneSeufzen einzelner Seelen soll als ein gemeinsamesSeufzen und Flehen der ganzen Schaar vor Sei-nen Gnadenthron kommen, das Lob und der Dankder Einzelnen als ein vereinter Preis Seiner Gnadezu Ihm emporsteigen. — Ich hoffe, daß — indemich der Gnadentafel nahe, die Fürbitte meiner Mit-christen, die mich hintreten sehen, mir zu Stattenkommen und mir Handreichung thun wird, besondersderer, die mich und meine innern Bedürfnisse näherkennen. Aber auch ich will betend und herzlichTheil nehmend meiner Mitchristen gedenken; undwenn ich Mühselige und Beladene kenne, die mitmir in diesem Abendmahlsgenuß des Herrn Ange-sicht suchen, so will ich zu Ihm flehen, daß Er sielabe und erquicke; und wo mein Blick auf Trau-ernde fällt und auf Verzagte, auf Zweifelnde undAngefochtene, auf Abgewichene und Gefallne, dieseine Gnade wieder suchen, da will ich Ihn bitten,daß Er ihrer Seele hier sich herzlich annehme und
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