1 Cor. 10: „der gesegnete Kelch, welchen wir seg-nen, ist der nicht die Gemeinschaft des BlutesChristi? Das Brod, das wir brechen, ist das nichtdie Gemeinschaft des Leibes Christi?eUnd an einer andern Stelle (Joh. 6.) redet Jesusselbst so sehr tief und bedeutungsvoll von einemEssen seines Fleisches und Trinken seines Blutes,dadurch wir Leben und Gemeinschaft mit Ihm em-pfangen und behalten: „Mein Fleisch ist die rechteSpeise und mein Blut ist der rechte Trank. Wermein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibetin mir und ich in ihm. Wer mein Fleisch isset undtrinket mein Blut, der hat das ewige Leben, undich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage.Damals, als Jesus diese Worte sprach, zanktendie Juden darüber, wie er ihnen könne sein Fleischzu essen und sein Blut zu trinken geben. Auchunter den Christen ist darüber viel zu viel gezanktund gestritten worden. — Meine Seele bleibe aberhier allem Streiten und unnützen Grübeln fern;es ist ein Heiligthum hier, ein göttliches Geheim-niß; sie beuge sich unter Gottes Wort und nehmekindlich und gläubig die hier dargebotenen Gna-denschätze an.Daß es eine geheimnißvolle und innige Ge-meinschaft mit Jesu gibt, daß wir seiner göttlichenNatur theilhaftig werden sollen und können (2.Petri 1, 4.), daß Jesu Leben schon offenbar wer-den soll an unserm sterblichen Fleisch (2. Cor. 4,10.), lehrt die heilige Schrift deutlich und klar.Nicht umsonst vergleicht sich der Herr mit demWeinstock und uns mit den Reben, die nur aus
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