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Andachtsbüchlein für Pilger zum Gnadenort Marienthal nebst einer gedrängten Geschichte der Kirche des Klosters u. des Gnadenbildes : Maria, du schmerzhafte Mutter, ... bitt für uns! ; mit e. Stahlstich
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ehrwürdige Väter, die ihr jetzt noch fortwirket in den Nach-kommen derjenigen, die ihr einst Gott gewonnen und ge-heiligt habt! Indem aber die PP. Franciscaner dengroßartigen Strömungen kath. Lebens und kath. Liebe, wiesie in den Wallfahrten zur Anschauung kommen, ihre Auf-merksamkeit schenkten, versäumten sie nichts an der Sorgefür die Katholiken der nächsten Umgebung. Sie kräftigtenund stärkten dieselben in ihrem heil. Glauben, hielten fernevon ihnen alle gefährliche Lauheit und Gleichgültigkeit ingöttlichen Dingen und senkten in ihre Herzen jene herrli-chen Schätze katholischer Sprüche und Gebete, die, gehöriggebraucht, mit Gott in lebendiger Verbindung halten unddieselbe befestigen.Im Anfange dieses Jahrhunderts erlebte Marienthalneue verderbliche Aenderungen in all' seinen VerhältnissenAls im Februar 1813 die Klöster im Herzogthum Nassauaufgehoben wurden, mußten auch die Ordensgeistlichen inMarienthal ihre trauliche Wohnstätte verlassen. Der Her-zogliche Fiskus trat in den Besitz derselben, ließ jedochweil die Bedienung der verwaisten Katholiken eine Haupt-aufgabe des Klosters gewesen war, einem der zurückblei-benden Conventualen eine größere Pension, als den andernzufließen mit der Bedingung, die Seelsorge über die Ka-tholiken fortzusetzen. Dieses geschah auch bis zum Jahre1827, wo diese Seelsorge mit dem erhöhten Charaktereiner selbstständigen Pfarrei von Marienthal nach Alten-kirchen verlegt wurde.Da die Kirche zu Marienthal bei der Aufhebung desConvents ziemlich beschädigt worden und der KöniglicheFiskus, in dessen Besitz durch die Wiener Beschlüsse dasKloster sammt Kirche gelangt war, zweimal schon verge-bens versucht hatte, dieselben auf den Abbruch zu verkau-fen, gerieth das ganze Gebäude in den kläglichsten Zustand.Bei dem dritten Verkaufs=Versuche gelang es dem edlenFreiherrn Everhard von Geyr in Köln, jetzt in Unkel,Kloster und Kirche zu gottesdienstlichen Zwecken zu gewin-