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Andachtsbüchlein für Pilger zum Gnadenort Marienthal nebst einer gedrängten Geschichte der Kirche des Klosters u. des Gnadenbildes : Maria, du schmerzhafte Mutter, ... bitt für uns! ; mit e. Stahlstich
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bauen. Der Graf kaufte und schenkte denselben auch denPlatz um das ganze Gotteshaus, ebenſo mehrere Grund-stücke zur Anlage eines geräumigen Gartens. Die Kloster-geistlichen wurden wirklich im Jahre 1667 in Marienthaleingeführt. Ihre erste Wohnung wurde schon im Jahrevorher vollendet und der Graf selbst legte an dem FesteMariä Lichtmeß (2. Febr.) 1665 den Grundstein dazu,welchen der P. Provincial vorher feierlich gesegnet hatte.Es war ein kleines, zweistöckiges, für vier Patres und vierBrüder bestimmtes Gebäude, errichtet in der Tiefe desGartens und zwar an der südlichen Seite des Kirchthurms.Da man aber dieses Haus bald darauf zu eng und zufeucht fand, wurde 1703 ein neues dreistöckiges an der-selben Stelle aufgeführt. Auch dieser Bau genügte nichtdarum legte der durchlauchtigste Herr Johann August, Gra-zu Kirchberg und Hachenburg im Jahre 1756, am 2.Juni, auf dem erhöhten Felsen hinter dem Hochaltare derKirche den ersten Stein zu dem noch jetzt vorhandenenKlostergebäude.Der Kloster=Convent hat seit seinem Entstehen (1667ununterbrochen in der ihm übertragenen Kirche einen schö-nen und vielbesuchten Gottesdienst gefeiert und das Thalhallte Tag und Nacht wieder von den Chorgefängen undGebeten der frommen Mönche. Diese übten dabei gewis-senhaft die Seelsorge aus über die ihnen anvertrauten Ka-tholiken, welche in dem (nun protestantischen) Hamm'schenPfarrbezirke, und dem Sayn=Hachenburgischen Ge-biete zerstreut wohnten. Ueber die Katholiken im GebieteSayn=Altenkirchen jedoch hatte das Kloster keineseelsorglichen Befugnisse, sondern spendete den Kranken daselbst die heil. Sakramente nur unter der jedesmaligen speciellen Erlaubniß des Guberniums zu Altenkirchen. Erst inJahre 1784 erhielt das Kloster die Erlaubniß, in Altenkirchen die heil. Messe zu feiern (zum Erstenmale nach derReformation), indem der Gouverneur von Pöllnitz dasKloster schriftlich ersuchte, am 1. Adventsonntage in seiner