188mittlern Klassen der Elementarschulen zu schwierig und für Mädchen-schulen nicht passend sein möchte. Dafür wurde der Wunsch ausge-sprochen, eine zweckmäßig geordnete Reihe von Uebungen und Aufgabenaus dem bürgerlichen Leben für diese Klassen zu besitzen. Mit Ver-gnügen sind die Verfasser dem Wunsche der Lehrer entgegen gekommen,und bieten hiemit auch ein praktisches Rechenbuch für diese Kreisedar, welches, so hoffen sie zuversichtlich, ihren Wünschen entsprechenwird. Als eine besondere empfehlenswerthe Eigenschaft für die Elemen-tarschulen unsers deutschen Vaterlandes ist noch zu bemerken, daß dieAufgaben in Betreff der Münzen nach den drei Hauptgeldsorten Deutsch-lands in Thlr. — gGr. — Pf., — Thlr. — Sgr. — Pf. und inGulden und Kreuzer eingerichtet ſind.Aus der allgemeinen Schulzeitung 10. Mai 1838 Nro. 73.Dieses neue Rechenbuch ist für solche Schulen bearbeitet, die ge-zwungen sind sich beim Rechenunterricht auf das Nothwendigste undUnentbehrlichste zu beschränken. Solcher Schulen gibt es, wie die Vrf.richtig bemerken, gar viel; auch dürfte in Mädchenschulen oder in demMädchenunterrichte überhaupt eine Beschränkung der Forderungen inBetreff des arithmethischen Wissens und Könnens oft an rechten Ortenseyn. Demnach war es gewiß ein glücklicher Gedanke, eine Schrift wiedie vorliegende zu verfassen. Anlage und Ausführung entsprechen denGrundsätzen, welche in Diesterwegs Wegweiser aufgestellt und allgemeinbekannt geworden ſind.Diese Andeutung wird hinreichen, um auf den Werth des Büch-leins aufmerksam zu machen, und wenn das erste Uebungsbuch vondenselben Verfassern, welches für höhere Bürgerschulen und fur gehobeneElementarschulen bestimmt ist, bereits 12 Auflagen erlebt hat, so istzu erwarten, daß das vorliegende Büchlein sich die Gunst der Lehrerund Lernenden in noch höherem Grade erwerben werde. Daß übrigensdie Verfasser in dem Bestreben den Stoff zu beschränken und die Be-handlung desselben zu vereinfachen, nicht stellenweise zu weit gegangen,kann nicht behauptet werden. So ist z. B. das bekannte Verfahren,das gemeinschaftliche Maß zweier Zahlen zu finden, ohne Erklärunghingestellt; wir würden dieselbe jedenfalls mit aufgenommen oder dochwenigstens angedeutet haben. Das Dividiren mit Brüchen ist in derArt behandelt, daß der Schüler fragt, wie oft der Divisor in demDividend enthalten sei; diese Frage ist allerdings in vielen Fällen dierechte, aber sie reicht für alle Vollkommenheiten nicht aus. Wenndaher Nro. 12. der praktischen Aufgaben also lautet: „6⅔ Malterkosten 38 ⅓ Thlr., was 1 Malter?“ so fragen wir billig: was denktsich denn hier der Schüler, wenn er zusieht, wie oft 6⅔ in 38½ ent-halten sei? — Möchten die geehrten Verfasser bei Revision dieses imGanzen so sehr brauchbaren Schulbuchs auf solche und ähnliche DingeRücksicht nehmen.Wilberg, J. F., Stoff zum Nachdenken über Armen=Ver-sorgung und über einige mit derselben verbundenen Gegen-stände. 4 gr.
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