75Doch zeigen will ich euch, wer hier die HerrinUnd ich befehle, daß ihr euch entfernt!(Zum Tische schreitend.)Zu Füßen werf ich euch das Zaubermittel(wirft das Gericht vor die Prinzessin hin.)Und wenn ihr wieder mir begegnen solltetSo wahret euch, daß nicht mein Zorn euch trifft!Hinaus Prinzessin — euer Maß ist voll!die(Prinzessin Sybilla wüthend, versucht zu sprechenHerzogin bleibt in gebietender Hoheit ruhig stehn — vor ihremBlick entflieht die Prinzessin.)Jacobe (auf und abgehend, ringt die Hände).Die Höllenschlange! — könnt' ich sie zertreten!Mathilde — ahnend Herz! — hätt' ich gehörtDie treue Mahnung — doch, das ist zu spät —Dem schönen Tage folgt die graus'ge Nacht!Nur meinen Muth erhalte mir, o Gott!Mit dieser Furie in den Kampf zu gehn. —(Jacobe ab.)(Die Scene wandelt.)Vierte Scene. Zimmer der Herzogin Jacobe.(Jacobe, Mathilde v. Mexelrain, Junker v. Halltreten auf).Dietrich v. Hall.Die Wahrheit sprach ich, meine gnäd'ge Frau!Verzeiht, daß ich der Bringer solcher Botschaft.Graf Nesselrod, der mir befreundet ist,Hat mir der Klagschrift Inhalt anvertrautVon der Prinzessin Gnaden vor den StändenNicht lange mehr kann sie Geheimniß bleiben.
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