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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
69
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69Ritter von Uphofer.Mich ehrt, durchlaucht'ge Frau! der holde Auftrag,Und alle Wolken soll mein Scherz verjagen!Auch wollt' ich noch zur Bitte mich erdreisten,Mir heut', am späten Abend, zu erlaubenZu eurer Kurzweil, als ein Hofnarr, euchUnd eurem Edelfräulein, meiner Dame,Und wenn es euch beliebt, auch dem Herrn Kämmrer,Ein nagelneues Schattenspiel zu zeigen,Das sich erkühnen wird zu conterfeienDes amüsanten Hofes Herrlichkeit,An dem der Weizen meiner Narrheit blüht!Jacobe.Doch heute will ichIhr seid ein toller Fant!Der Freude leben und dem lust'gen SchwankGriesgrämig wehren nicht. — Im voraus DankFür euren heitren Muth und frohen Willen.(Liebkosend zu Mathilde von Mexelrain:)Frischauf! mein Herz!(Die Herzogin nimmt Hut, Handschuh und Gerte vom Tischund reicht sie dem Fräulein, das sich damit bekleidet.)(Draußen hört man Hörner blasen)Hörst du den Ruf der Hörner?Sie laden uns zum herbstlich bunten Wald,Komm, fürchte nicht der Feinde Hinterhalt.Mathilde von Merelrain.Ich stehe Eurer Hoheit zu Befehl.Doch zürnet nicht, daß ich mit schwerem HerzenHeut' dienend folge eurem leichten Sinn.Jacobe.Du treues Goldkind!eine Weile nur