67Jacobe.Seit wann, Mathilde, stehst du mir im WegWenn eine Freude mir die selt'ne StundeNach wochenlanger Müh' und Sorge, reicht?Mathilde von Merelrain.Nur wenn die Pflicht das Hinderniß gebeut.Jacobe.Die Pflicht? — die stete Pflicht! — und immer nurDie Pflicht! — Mathilde, auch dem eignen HerzenWird es zur Pflicht die Sorge zu vergessen,Wenn sie mit allzu schwerer Wucht das LebenUm jeden heitern Sonnenstrahl bestiehlt;Der Trübsinn ist kein Feld für gute ThatenWie aus dem Kerker seh'n ich mich hinaus!Mathilde von Merelrain.Wie gerne folgt ich euch! — Das MorgenrothBegrüßt auch ich mit einem frohen Wunsch,Doch nun ist schnell verblüht die stille Freude;Wir hoffen nun auf einen andern TagUnd thuen heut', was uns'res Amtes ist.Jacobe.Nein, du gestrenger, lieber Plagegeist!So leicht ſoll diesmal nicht die Pflicht mich binden,Es ist beschlossen — heute jagen wir!Herr Kämmerer! geleitet schnell die HerrnZum kranken Herzog, dessen Wahnsinn nichtVermissen wird der Gattin treue Pflege,Und meinethalben mögen Ihro Gnaden
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