18Dietrich von Hall.Am rechten Orte nicht seid ihr besorgt.Was thut die Herzogin? daß ihr die KircheUm ihre ketzerische Herkunft zürnt?Gelehrt ist sie, wie tausend gläub'ge ChristenUnd daß sie geistvoll, mehret ja den Glanz,Der ihre Rückkehr heiligend umstrahlt.Doch euer Leichtsinn kann ihr schädlich werdenUnd wenn ihr wahrhaft unsre Dame liebt:So rühmet euch nicht keck der holden Art,Mit der sie euren Uebermuth beschütztUnd sich erfreut an dem, was jung und schön.Ritter von Uphofer.Das ist blutwenig, was an Jülich's HofDie junge Fürstin jugendschön umgibt!Trotz eurer Sittenrichterei will ichDie hohe Dame ritterlich umspielen,Und recht in tiefster Seele soll's mich freu'n,Reicht ihre schöne Hand die Helmeszier!Dietrich von Hall.Dem ächten Ritter gilt als höchstes TrachtenDie Ehre seiner Dame und mit euchDien' ich in Treuen unsrer Herzogin;Doch nimmer würd' ich einer Huld mich rühmen,Brächt' sie Gefahr der Herzenskönigin.Ritter von Uphofer.Hätt' ich nur erst die Huld! — Das Rühmen sollteKein Härchen meiner Herzgeliebten kränken!
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