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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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14Erster Diener.Was Baden! — uns're Fürstin kommt aus BaiernUnd gut Katholisch ist das ganze Land.Kurt.„Der Wolf verliert die Haare, nicht die Rücken“Und „niemals fällt der Apfel weit vom Stamme.Zweiter Diener.Und „böses Beispiel schadet guter SitteIst auch ein Sprichwort, leider eingetroffenAls sie die junge Fürstin neu gefirmt.Mich stört es nicht — ich halte streng die FastenWenn Rheinsalm an des Braten Stelle steht.Doch nun wird's Zeit — fort Kurt! — ich höre kommen.Kurt (durch die Seitenthüre ab).Die beiden Diener stellen sich an die Hauptthüre, rechts u. links.)Vierte Scene.(Herein treten, der Hofmarschall an der Spitze, die Grafen vonDhaun und Nesselrode, der Kanzler, der Dechant mitder Geistlichkeit, die Gesandten, Herren und Frauen des Adelsund die Landstände. Der Hofmarschall führt die ganze Gesellschaftin einen Halbkreis um die Thronsessel und verläßt dann wiederden Saal. Die Herrschaften becomplimentiren sich. Bald ertönenTrompetenstöße. Der Hofmarschall mit dem Stabe tritt den fürstlichen Hoheiten vor, zwölf Pagen mit brennenden Fackeln eröffnenden Zug. Der junge Herzog und Jacobe nehmen die Sesselein, die fürstliche Familie steht zunächst zu beiden Seiten, der alteHerzog sitzt ebenfalls dicht neben Jacobe in einem bequemenLehnstuhle, etwas tiefer stehend wie die Thronsessel. Das fürstlichePaar ist im Hochzeitsschmucke, die Braut trägt nach damaligerSitte eine Krone auf dem lang herabwallenden Haar, der Bräuti