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Jacobe von Baden : ein Trauerspiel in 5 Aufzügen
Entstehung
Seite
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Jacobe (des Herzogs Hand küssend).Empfangt der Tochter demuthsvollen GrußMein gnäd'ger Herr, mein hochverehrter Fürst!Ich bin beschämt von eurer großen Güte,Die aus der stillen Ruhe eures ZimmersHerabstieg in der Straße laut Gewühl,Für diese Lieb' und Gunst dankt euch mein Herzfalzgraf Philipp von Baden.Empfangt aus meiner Bruderhand die Tochter,Erhab'ner Fürst! und mögen eure LänderWillkommen heißen Badens junge Fürstin;Ein kostbar Unterpfand für euch und unsZu herzlicher und staatlicher Verbündung.Dechant.Als Diener uns'rer heil'gen MutterkircheHeiß' ich im Namen Gottes hochwillkommenDie Herzogin, die uns den Frieden bringt.Pfalzgräf. Anna.Erlaubt, daß wir euch schwesterlich begrüßen,Erlauchte Fürstin! euer AngesichtGlänzt wie ein Freudentag gleicht einer Blume,Durch Duft und Schönheit jedes Herz erquickend.Jacobe.O, liebe Schwester! wenn mein froh GesichtEuch gilt als Widerschein von meinem Herzen:So mögt ihr sehen wie ein WaisenkindDem Himmel dankt, daß ihm der Liebe SegenAm eig'nen Heerde winkt; auch DüsseldorfKann nicht so zutraunsvoll die Fürstin grüßenAls meine Seele ihm entgegen wallt.