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ärztlichem Personal besetzt, während sich auf ersterem nur aktive Sani-tätsoffiziere der Armee und Marine kommandirt befanden.
Nach ihrem verschiedenen Zweck, ihrer verschiedenen Bauart, Ein-richtung und Ausrüstung unterscheidet man (Bugge):
1. Stati.ons-Hospitalschi ffe. Sie werden von den Nationen,welche Kolonien besitzen, dort für die Behandlung der Kranken derBesatzungstruppen und zur Entlastung der Schiffslazarethe von -ihrenSchwerkranken verwendet, wo das ungesunde Klima der Küste die Be-handlung an Land nicht gestattet. Sie lehnen sich in manchen Stücken,z. B. durch das lange Vorankerliegen, den schwimmenden Hospitälernan. Ihre Gestaltung ist im Speciellen immer davon abhängig, inwieweitihr Zweck zwingt, den eigentümlichen Einrichtungen, welche ein Schiffcharakterisiren, Rechnung zu tragen bezw. inwieweit er gestattet, dieseSchranken zu durchbrechen. Liegt-das Stations-Hospitalschiff auf un-sicherer Rhede, oder zwingen politische Verhältnisse, mit kurzem Terminden Ortswechsel ins Auge zu fassen, so wird natürlich die Seetüchtigkeitdes Schiffes nicht aufgegeben werden können. Damit wachsen dieSchwierigkeiten der Einrichtung und der Grad der Selbstständigkeit,welcher der Organisation gegeben werden muss, während der sichereHafen und stabile Verhältnisse gestatten werden, manche störende Schrankedes Schiffskörpers fallen zu lassen und mit Behaglichkeit den Anforde-rungen an Raum, Luft und Licht und überhaupt allem, was die Ver-hältnisse der untergebrachten Kranken verbessern kann, gerecht zuwerden.
Als Vorzüge vor anderen Iiospitaleinrichtungen am Lande boten sie:
1. reinere und frischere Luft,
2. leichte Ueberschiffung der Kranken von ihren Schiffen zum Hospital,
3. erfolgreiche Ueberwachung,
4. Befriedigung der seemännischen Gewohnheiten der Kranken,
5. Möglichkeit das Hospitalschiff so hinzulegen, dass es durch denSeewind gereinigt oder gegen gesundheitsschädliche Einflüsse geschützt wird.
2. Transport-Hospitalschiffe. Sie dienen im regelmässigenVerkehr der entlegenen Kolonien mit dem Mutterlande der Heimsendungvon Invaliden, von solchen Leuten, bei welchen schwere Krankheits-zustände vorliegen oder solchen, deren Heilung erst in einer unverhält-nissmässig langen Zeit zu erwarten steht.
Wir sehen daher auch, dass Staaten mit ausgedehntem Kolonial-besitz diese Klasse von Hospitalschiffen nicht entbehren können undauch auf die Einrichtung von regelmässigen Linien solcher angewiesensind. Da aber diese Transportschiffe ihren Zweck nur auf den Heim-reisen erfüllen können, so ist es nicht zu vermeiden, dass sie nament-lich für die Ausreisen in der Regel noch andere, zum Theil sehr hetero-gene Aufgaben haben müssen z. B. Transporte von Truppen, Thieren,Materialien. Sie finden ferner während kriegerischer Aktionen eine sehrausgedehnte und auch erfolgreiche Verwendung zur Evakuirung und Zer-streuung der Kranken und Verwundeten. Es unterliegt daher keinem