Druckschrift 
2,2 (1903)
Entstehung
Seite
319
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Specielle Kranken?ersorgung für Soldaten. (Beim Landheer, im Kriege.) 319

Handspiegel, 1 Bratheerd,

Stiefelknecht, 3 Gerüste für Geschirre,

Stufentritt, 4 Küchenbretter,

Handlaterne, 2 Eisschränke,

Spucknäpfe, Verschliessbarer Wandschrank,

Thermometer, Küchenbank,

Wasserfass, Küchenrahmen (Wandrahmen),

Trinkbecher, Messerputzbrett,

Trinkgläser, Abspültisch,

Anrichtetisch.

Kuchenwagen. Klapptisch, '

Aus s tattun g: Wasserkasten',

2 Wasserbaddampfkochapparate mit Ma- Lattenfussboden,

nometer und sonstigem Zubehör, Koch-, Ess- und Trinkgeschirre.

Die Uebung der Improvisationen im Frieden nach jeder Richtunghin wird Gegenstand der grössten Aufmerksamkeit sein. Es kann hiernur auf das Port'sehe Buch verwiesen werden.

Eine Zusammenstellung des Hamburger und Grund'sehen Systemsbezeichnet man als gemischtes System. In den Sanitätszügen lassensich gleichfalls Improvisationen anbringen. Der George Meyer'scheTragboden (beschrieben und abgebildet in der I. Abtheilung des zweitenBandes No. IV. dieses Handbuches) kann bei Sanitätszügen Verwendungfinden und wurde 1895 praktisch bei einer Krankentransportcommissionwährend der Herbstübungen erprobt.

Neuerdings ist von J. Linxweiler eine Transport- und Lagerungs-einrichtung für Hülfslazarethzüge angegeben worden.

Die Apparate bestehen im Wesentlichen aus Gasrohrsäulen, welcheje nach der Wagenhöhe verlängert oder verkürzt werden können. ImInneren der Säulen finden sich Spiralfedern, welche sich in Flachschlit-zen der Säulen hin und her bewegen. Die Lagerung findet in zweiEtagen statt, bei der Lagerung in einer Etage sind niedrige Säulen vor-handen, welche paarweise mit Qnerstangen verbunden sind. Als einVortheil dieses Systems wird die möglichste Bequemlichkeit durch Auf-heben der senkrechten und wagerechten Erschütterungen angegeben.

Sanität seinrichtungen.

Die Krankenstuben nehmen solche Kranke auf, welche der Laza-rethpflege nicht bedürfen und dem Dienst bald wieder gegeben werdenkönnen.

Ortslazarethe (Kantonnementslazarethe) werden eingerichtet, wennaridere Lazarethe nicht oder in nicht ausreichendem Maasse vorhandensind. Der Sanitätsdienst wird bei längerer Unterkunft in Ortschaftenwie in der Garnison geordnet. Beim Marsch werden Leichtkranke mit-geführt, nicht beförderungsfähige Kranke dem nächsten Lazareth, Orts-krankenhaus oder der Ortsbehörde überwiesen.

Auf Krankensammelplätzen werden die nöthigen Vorkehrungenfür Rückbeförderung oder Unterbringung getroffen.