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Kupfer, Eisen, gebranntem Thon, Fayence hergestellt. Sehr beliebt (be-sonders in England), aber auch theuer, sind die Fayencebadewannen auseinem Stück. Dieselben besitzen eine grosse Dauerhaftigkeit und lassensich sehr leicht rein und sauber halten. Bewährt haben sich ferner diekupfernen, verzinnten, sowie • die nickelplattirten Stahlblech-AVannen(letztere im Krankenhaus am Urban in Berlin), indessen genügen imAllgemeinen auch die billigen, emaillirten, gusseisernen und die Zink-blech-Badewannen.
Um nicht nur die Wannen selbst, sondern auch ihre ganze Um-gebung gut rembalten zu können, müssen dieselben verrückbar sein.Sollen dieselben transportabel gemacht werden, so erhalten sie Gummi-räder oder fahrbare Eadgestelle.
In einem Baderaum müssen je nach Bedarf noch vorhanden seineine Arm-, Sitz- und Fussbad-Wanne, event. ein besonderer Wäsche-wärm-Apparat, der aber auch durch eine Messingstange um den Bade-ofen, oder um einen Heizkörper des Raumes ersetzt werden kann,ausserdem ein Stuhl, .eine Ruhebank, ein Tisch, Kammkasten, Spiegel etc.
Für'äusserlich Kranke werden oft noch in den chirurgischen Ab-theilungen Dauerbäder oder Wasserbetten vorgesehen, weiche entwederin einem besonderen Raum, oder in dem allgemeinen Krankensaal alsletzte Betten einer Reihe aufgestellt werden. Letzteres hat den Vor-thcil, dass solche Kranke stets unter Aufsicht sind, ohne dass einbesonderer Wärter für sie angestellt zu werden braucht.
Die AVass^rbetten werden am besten aus Fayence, gebranntem,glasirten Thon, oder nach dem System Monier hergestellt und inletzterem Fall mit glasirten Platten verkleidet. Die Kranken liegen inden Wannen auf einer mit Segeltuch überspannten Bahre mit versteil-barem Kopfstück, Fussbrett und 2 durch eine Messingstange verbun-denen Bügeln an den beiden kurzen Seiten. An der Messingstange istdas Drahtseil einer Windevorrichtung zum Heben der Bahre befestigt.Die Wanne ist tischartig mit einem Holzdeckel überdeckt, welcher mitAusschnitt für den Kopf des Kranken versehen ist.
Eine derartige Wasserbetteneinrichtung ist aus den Figuren 19—21näher ersichtlich.
Die Wasserwärme muss gleichmässig sein und etwa 30° C. be-tragen. Zu diesem Zweck wird dem Wasserbett nahe dem Boden auseinem, durch eine Heizschlange erwärmten und mit Regulirvorrichtungversehenen Wasserreservoir warmes Wasser von einer gewissen con-stanten Temperatur ununterbrochen zugeführt, während der Wasserstanddurch ein Abflussrohr, dessen Mündung etwa in 2 / 3 der Höhe der Wanneliegt, geregelt wird.
Zur Speisung der Wasserbetten kann man auch den Schaffstädt-schen Gegenstrom-Apparat verwenden, in welchem das Wasser durcheinen Dampfstrom unmittelbar erwärmt und auf einer bestimmten Tem-peratur erhalten werden kann. Dieser Apparat wird im Krankensaalselbst neben dem Wasserbett aufgestellt.