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gung Anspruch erheben. Um so weniger berechtigt war es, d aneuerdings ein allzu spekulativer Verlag diesen unbedeutenden unselbst als Erotikon harmlosen Schmarren unter dem längst faden-scheinig gewordenen bibliophilen Deckmantel mit Illustrationen auden Markt gebracht hat.
So völlig unbeachtet, wie Holtei glaubte, blieb das Monstrum aberdoch nicht; die Zensurbehörde hat sich damit beschäftigt; da essich als im Ausland gedrucktes Buch gab, bedurfte es der ausdrück-lichen Verkaufsgenehmigung seitens des preußischen Oberzensur-kollegium; und dieses verbot den Debit im November i833- ^ e ~sondere Akten darüber fanden sich nicht, aber in einem Verzeichnisverbotener Bücher vom Oktober 1837 figuriert auch dieser anonym„Don Juan" aus Paris. Der Name des Verfassers scheint aucßden Berliner Zensurbehörden unbekannt geblieben zu sein.
[Hauptquelle: Holteis Lebenserinnerungen „Vierzig Jahre ,Berlin 1843/50, die sich, soweit sie sich nachprüfen ließen, als er-freulich zuverlässig erwiesen, im besondern: Band IV, S. 210*;237 ff.; Band V, S. 109 f. 277. 369 f.; Band VI, S. 68. 79. 149 f. 332 lund Band VIII, S. 107. Dazu Holtei, „Nachlese. Erzählungen undPlaudereien", Breslau 1870/71, Band I, S. 174H., Band III, S. 8.— „Briefe an Ludwig Tieck", herausgegeben von Holtei. Breslau1864. Band I, S. 376. —■ Varnhagen von Ense, „Blätter aus der preu-ßischen Geschichte". Leipzig 1868/69. Band III, S. 414 f. 417. 4 22,427. 430 f. —■ Carl Ludwig Costenoble, „Aus dem Burg-Theater1818—1837. Tagebuchblätter". Wien 1889. Band II, S. 212. —Houben, „Gutzkow-Funde". Berlin 1901. S. 110 f. — F. A. Mayer im„Archiv für Theatergeschichte", Band I, S. 26. — Preuß. Geh-Staatsarchiv Rep. 77 II Gen. 19, Band 2; Rep. 77 II Spec. P 18,vol. 1 und 2. — Der Brief von Albrecht in den Theaterakten desPreuß. Ministeriums des Innern.]
JOHN, KARL ERNST (1788—1856).
Als Friedrich Wilhelm III. am 7. April 1836 die Ernennung einesbesonderen Zensors für alle Schriften des „Jungen Deutschlands"befahl, kam nach dem übereinstimmenden Urteil der preußischenMinister nur ein Mann für diesen verantwortungsvollen Posten inFrage: der Geheime Hofrat Dr. Karl Ernst John. Er galt als dergewandteste und zuverlässigste aller seiner Kollegen, als der Zensorpar excellence, und neben dem Geheimrat Tzschoppe spielt keinerin den preußischen Zensurakten eine so umfangreiche und bedeu-tungsvolle Rolle wie dieser Beamte, dessen Stirnrunzeln von 1830bis 1842 das Schicksal zahlreicher wertvoller Literaturwerke inPreußen und bis zu einem gewissen Grade auch das ihrer Verfasserentschied. Er ist ein Typus eigener Art und schon durch seine krause