Sonderkrankenanstalten und Fürsorge für Lungenkranke. 267
Arbeitsfähig wurden entlassen:
davon waren Anfang 1897noch arbeitsfähig
1894 5, davon spätere Nachricht erhalten von 5, 60 pCt.
1895 47, „ „ „ „ „ 31, 71 „
1896 130, „ „ „ „ „ 91, 89 „
So geführte Tabellen werden am ehesten zu einer positiven Statistikführen.
Eine Tabelle, welche sich durch besondere Ehrlichkeit auszeichnet,ist diejenige von Michaelis über die Bremer Heilstätte in Rehburg:
Bei 297 Lungenkranken war nach Beendigung der Cur
a) bei 253 = 85,2 pCt. das Allgemeinbefinden besser geworden,
b)
24 = 8,1
11
„ „ schlechter geworden.
20 = 6,7
11
„ „ . gleich geblieben,
194 = 65,3
11
der Untersuchungsbefund derselbe geblieben,
63 = 21,2
;i
„ „ besser geworden,
40 = 13,5
11
„ ,, schlechter geworden,
243 = 81,8
11
das Körpergewicht gestiegen.
26 = 8,8
n
„ „ gefallen,
28 = 9,4
)•>
„ ,, gleich geblieben.
Von den von mir von der Eröffnung der Heilstätte Oderberg bisMitte Dccember 1897 entlassenen 65 Kranken gingen ab:
23 = 35,38 pCt. als II
32 = 49,23 „ „ n } = 34,61 arbeitsfähig
3 = 4,62 „ „ III
6 = 9,23 „ ,, IV (zum Theil nach nur kurzer Curdauer)
1 = 1,54 „ starb.
Vorher in der freien Krankenpflege konnte ich entlassen von 122:
36 = 29,50 pCt. als I 1 m ni , . „ , .
58 = 47,54 „ „ II / = "> 04 arbeitsfähig
14.= 11,48 „ „ III
14 = 11,48 „ „ IV
ein Unterschied, der allerdings wohl auf die damalige mildere Auswahl-praxis zurückzuführen ist.
Wie der finanzielle Schaden, den die Tuberculose erzeugt, ein ganzcollossaler ist, so muss bei solchen Erfolgen auch der volkswirthschaft-liche Nutzen der Volksheilstätten dem entsprechend sein. TJeber ersterensagt Gebhard: „Da bei der grossen Mehrzahl der Todesfälle Personenin Betracht kommen, für die die vollen Aufwendungen, die sie in denStand setzen sollen, um für sich und eine Familie den Lebensunterhalterwerben zu können, bereits gemacht sind, die aber dahin sterben, schonehe sie das in ihnen angelegte Kapital in vollem Maasse zur Verwendunggebracht haben, so handelt es sich um eine Summe, die sich nach sehr