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3 (1903) 1587 - 1592
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558
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558 1591 605—606.

stand im reich zum wenigsten in politicis, unangesehen was religionein jeder sei, unser geliebtes Vaterland zu beschützen und zu be-schirmen billich zusammenhalten solten, ihnen dermassen gefallenlassen, und also wol der hoffnung weren, wan mit inen von sachendas vaterland und bevorab diese kriegsleufte belangend vertreulichund recht gehandlet wurde, man desfals wohl etwas nutzlichs an-zurichten und allerhand besorgtem unrat zu begegnen sein solte".» Daher dürften dem Kriegsvolk solche Bedrohungen und Reden strengzu verbieten sein, denn sonst könnte nicht nur der Zug Verhinder-ung erfahren, sondern ein grosses Feuer entstehen und den Feindendes Evangeliums und des Reichs Gelegenheit an die Hand gegebenwerden. Erbietet sich, nach Wunsch Entschuldigungen oder Son-stiges an die geistlichen Fürsten zu bringen. 1

Wiesbaden. Conc.

(August?)606. Johann der Jüngere von Nassau an Albrecht

von Nassau-Saarbrücken.

[Zettel]. Gestern zeigte seinem Vater der vom Kaiserhofkommende Herr von Rheidt hier an, er habe kais. Sehr, an Triergebracht, worin der Kaiser den Kf. auffordere „mit meinem herrnvatern dahin zu handien," dass dieser nebst J. C., „mit dessen F.Gn. ebenmessiger gestalt zu handien er dem churf. zu Meinz auchschreiben gebracht", und andern hiezu Deputirten die Staaten zurBewilligung einer Friedenshandlung bewege, „darzu I. Mt. sowolvon den evangelischen als auch catholischen churfursten und stendenallerseits aumuetige underhendler zu verordnen gemeint". DerKaiser und dessen Räte hätten von Rh. gern gehört, wie sehr GrafJohann den Frieden in den Niederlanden wünsche, und das Werksei dahin gerichtet, die Religion an etlichen Orten freizulassen, dieSpanier aus den Niederlanden abzuschaffen und Graf Moritz „sambtmeinen bruedern und andern herrn daniden" in ihren Gubernamentenzu erhalten; „dieselbe wie auch herr vater und wir andere sonsten"sollten in Gnaden bedacht, belohnt und befördert werden. GrafJohann möge sich hierin, wenn Trier mit ihm handeln werde, will-fährig erzeigen. Sein Vater lehnte ab und will zunächst mit A.,Graf Konrad [von Solms] u. a. Freunden weiter hierüber reden,A. möge es bis zur Zusammenkunft bedenken und gemäss der BitteRh. geheim halten. 2

Wiesbaden. Cop.

1 Vgl. No. 597; Keller II, 116 (No. 58). Caetano berichtet ausPrag am 3./13. August, das Zögern der navarrischen Truppen bestärkeden Verdacht, dass es auf die geistlichen Kff. abgesehen sei, die ausFurcht vor dieser Soldateska beabsichtigten mit den andern Fürstenzusammen wiederholt beim Kaiser über das Verbleiben der Spanierim Erzstift Köln Klage zu führen (Rom, a. a. 0. S. 360).

2 Vgl. Pr in st er er II. 1, 173 f; über die Prager Reise desJüngern Rheidt Stieve in der Z, d. Berg. Gesch. Ver. XIII,42 A. 1. In einem Sehr, aus Koblenz vom 2./12. August ersucht Kf.Johann von Trier den Grafen Johann den Aeltern von Nassau, mit