Druckschrift 
3 (1903) 1587 - 1592
Entstehung
Seite
129
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144145. . 1588 129

erzstifts stett, Schlösser, zoll und anders und in spetle die StadtBonn hypothecirt", sowie der Sold des Kriegsvolks müssen erstattetwerden; 5) ebenso bei der Rückgabe von Bonn und Berck an dasStift nach dem Frieden der Sold der dortigen Garnisonen und dievon Schenk aufgewandten Unkosten, wovon die aufgehobene Zoll-nutzung abgezogen werden kann; gegen Schenk wird man sich mitbarem Geld und ansehnlichen Lehenstücken abfinden müssen.6) Beständige herzliche amnistia für alles, was im kölnischen Kriegvorgelaufen, für die Prinzipale und ihre Anhänger und Helfer. 7)Die während des Kriegs wider die R. Ordnungen erfolgte Steigerungder Zölle und ihre Erschwerung (Lizenten!) sind gänzlich abzu-stellen, damit der Rheinstrom,so ein Zeitlang öd gelegen", wieder.,gebauen" und die Hantierung auf ihm erhalten werde. 8) Herevangelischen Kapitularen zu Strassburg nicht zu vergessen. 9)Auf genügende Versicherung dieser Vergleichung bedacht zu sein,wozu die Bestätigung des Kaisers und der übrigen Kff. nötig ist.Das alles hat der Pfalzgraf auf das Anbringen Johanns vonNassau durch dessen Rat D. Andreas Christian zu Papier zu bringenund S. Gn. zuzufertigen befohlen, ohne jemand vorgreifen zu wollen,sondern zu anderermehrerm nachsinnen".

Düsseldorf, CUur-Cüln. Erzb. 5a, f. 10T ff. Or

145. Erklärung Johann Casimirs auf eine Werbung 4. April

des Grafen Emicho von Leiningen.

(Angebot spanischer Pension durch Peter Ernst von Mansfeld, abgelehnt.J. C. Feldzüge in Frankreich und den Niederlanden. Spanische Droh-ungen gegen Pfalz.)

Der Graf zu Leiningen hat unlängst zu Alzei dem AdministratorJ. C. in Geheim und gutem Vertrauen mündlich und mit Vorlegungder Or. Instruktion zu erkennen gegeben, wie sein Vetter GrafPeter Ernst zu Mansfeld, kgl. Oberst und Gubernator des Herzog-tums Lützenburg, ihn durch einen Abgesandten verwarnen zulassen, sich bei vorgehenden Kriegsexpeditionen keinem Teil an-hängig zu machen,dieweil die Sachen weiter dan man vieleichtvermeinen möcht heraus schlagen könten"; dass auch Mansfeldwegen seiner natürlichen Affektion zum deutschen Vaterland gernsehen wollte, dass die deutschen Kff. und Fürsten, so sich desKriegs befleissen, das auch in Acht nähmen und dahin trachteten,mit dem Reich zugetanen und benachbarten Potentaten, besondersmit dem K. von Spanien in gute Vertraulichkeit zu kommen, umjene Gefahr abzuwenden ;dass auch wolermelter graf Peter Ernstsolches zu befördern begirig, insonderheit da bei höchstgedachtempfalzgraven etwas zu erhalten, S. Gn. von wegen deren zu Augspurgauf dem reichstag vor jaren mit S. des pfalzgraven F. Gn. ge-machter kundschaft* 1 ...........gedachter pfalzgrave nit

* Das Aktenstück am obern Rand wasserfleckig und dadurch zumTeil unleserlich geworden; Ausfall von fast 3 Zeilen.

1 Dies könnte sich, wenn persönliche Bekanntschaft gemeint ist,nur auf den R. Tag von 1566 beziehen. In Alzei war J. C, mit

Bezold, Briefe des Pfalzgrafen Johann Casimir. III. 9