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da der Frauenmantel und die Haube nicht zu verkennen sind, undauf den Hofmarschall konnte Mechei. nur verfallen, weil in seinerZeichnung der Totengestalt die weiblichen Brüste fehlen.
Wieviel natürlicher und anziehender ist dagegen das Bild derKönigin (11), die ebenfalls inmitten ihres Hofstaats vom Toten ander Hand gefasst und fortgezogen wird! Ihr Wehegeschrei undWiderstreben, der energische Versuch ihres Begleiters, sie zu befreien,der Jammer der folgenden Hofdame und dazu der springende Toteim Narrenkleid *) mit dem lustigen Gesicht und hoch erhobenemStundenglas — dies alles nebst der passenden Umgebung vereinigtsich zu einem ebenso farbenreichen wie harmonischen Bilde, dessenReiz freilich demjenigen verschlossen bleibt, der hier nur dieSchilderung des Todes einer sinnlich eitlen Königin im Gegensatzzu der würdigen, frommen Kaiserin sieht (Massmann). Man beachteübrigens auch an dieser Stelle die Entwickelung in den verschiedenenBildern der Königin, die uns Holbein geliefert hat. Auf der Dolch-scheide wird die Königin einfach geführt, im Alphabet wird sie vondem Toten überfallen und gepackt; zuletzt kommt die eben ge-schilderte Scene, worin ebenfalls nur der überraschende Tod wieder-gegeben ist, aber in einem so trefflichen Lebensbilde, dass er anInteresse gegen dieses vollkommen zurücktritt.
Bei der Äbtissin (15) wiederholt sich dieselbe Scene in be-scheideneren Grenzen. Die Entführung des Kindes (39) durch denTod finde ich dagegen in dieser dritten Darstellung desselben GegenStandes weniger anziehend als in den früheren (vgl. S. 179, 187). Aufder Dolchscheide entschädigt die treffliche Charakteristik des Totenund des Kindes für den Mangel einer ganzen Scene; im Alphabetwird die humoristische Behandlung aufgegeben und durch die Beziehungdes Kindes zum Hause, zur Mutter, die Scene in ein höheres Niveaugehoben; in dem letzten noch umfassenderen Bilde unterscheidet sichaber die Entführung des Kindes nicht von ähnlichen Scenen andererTotentänze, wofür die Schilderung der in ihrem Elend zurückbleibendenFamilie keinen genügenden Ersatz bietet. Der Gedanke, den Todunter den Armen und Elenden besonders ergreifend zu schildern, magzu Grunde gelegen haben; er ist aber nicht überzeugend ausgeführt**).
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*) Dies ist eine ziemlich treue Kopie des Toten beim Narren in Gross-Basel.**) Der vom Herdfeuer aufsteigende Rauch mit der einfachen spiralen Aufrollung ist imHolzschnitt unzweifelhaft missraten. Allerdings ist darüber noch ein Rauchwirbel in Umrissen