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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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gesuchen der Stadt vom 1. August in das Reich heraufgekommen war,zu Augsburg mit Trostbriefen und mündlichem Bescheid Kaiser Friedrichsund Ludwigs vou Veldenz nach Hause abgefertigt 431 ). An demselbenTage, au' dem er heimkam, dem 7. September, ist in Köln die Redevon einem eisten Anschlag auf 16 600 Mann, den man in Kürze mitdem Reichsbanner herabkommeu zu sehen und mit den eigenen Truppenvereinigen zu können hoffte 435 ). Das hängt, wie ich denke, zusammenmit den Gebotbriefen, die der Kaiser am 27. August an" zahlreicheFürsten und Städte hat ausgehen lassen und die den einzelnen Ständenbei Verlust aller Freiheiten anbefahlen, für den beschlossenen Krieggegen Herzog Karl von Burgund gewisse Truppeumengen zum. 21. Sep-tember bei Koblenz ins Feld zu stellen. Das so sich sammelnde Heersolle unter einem Hauptmann, den der Kaiser dazu ordnen werde, eineZeit lang da, wo es am nötigsten sei, im Feld bleiben. Für die zuvorläufiger Hülfesendung nach Köln angewiesenen Reichsstädte, diedies neue Gebot mit betraf, erlosch damit stillschweigend jener ersteAuftrag. Er hatte wenig Beachtung gefunden. Nürnberg schrieb anWiudsheim am 22. August, es habe sich wegen des Aufgebots nachKöln noch nicht entschlossen, und am 29., es habe im Umkreis Achtgehabt, ob jemand rüste; da niemand das thue, lasse man die Dingeeinstweilen ruhen 43li ). Frankfurt meinte ganz richtig, augenblicklicheinen vereinzelten Reisigenzug nach Köln zu schicken, das sich selbstmit Volk reichlich versehen habe, sei verlorener Aufwand. Erst dannsei es an der Zeit, Hülfe zu leisten, wenn ein allgemeiner Widerstandins Werk gesetzt werde 437 ). Das geschah nunmehr wirklich durch dasAufgebot vom 27. August, das an Kurfürsten, geistliche und weltlicheFürsten und Reichsstädte Oberdeutschlands in weitem Umfang erging 438 ).

434 ) Friedrich an Köln, Ludwig an Köln, Aug. 22, praes. Sept. 7;Stadtarch., vgl. Annalen 49 S. 22. Der Bote war Johann Tute von Münster.43ä ) Köln an Dr. Bilsen Sept. 7, Briefb. 30 BI. 176.

436 ) Städtechr. 10 S 412 Anm. 2.

437 ) Janssen II 1 S. 346 Anm., Ratschlag für den Städtetag zu Speierauf Sept. 14. Vgl. Wülcker S. 25, Frankfurt an Schwarzenberg Sept. 6.

438 ) Sicher anzunehmen ist es für Adolf von Mainz und für Johannvon Trier (vgl. dessen Brief an Köln Sept. 21, Goerz S. 240). Bezeugt istes für Albrecht von Brandenburg und Ernst und Albrecht von Sachsen (siebePriebatsch I S. 699), für Frankfurt (Auszug Wülcker S 23), Schweinfurt,Wimpfen, Heilbronn, Hall, Dinkelsbühl, Rothenburg (diese 6 hatten Okt. 26Truppen in Frankfurt, Wülcker S. 34), Windsheim (Okt. 5 vom Kaiser gp-jiiahnt, Annalen 17 S. 194), Nürnberg (Städtechr. 10 S. 412 Anm. 3), Weissen-