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Am 25. August beschickte er einen vom Domkapitel anberaumten Tagzu Köln 01 ). Die Verhandlungen zogen sich durch den ganzen Herbsthin. Erst am 4. November brachte der unermüdliche Pfalzgraf zuBrühl einen vorläufigen Vergleich zwischen den Parteien zu Stande 82 ).Danach sollte das Domkapitel alsbald wieder eingesetzt werden in Zoll,Burg und Stadt Zons mit ihren Zubehören, in den halben Zoll zu Bonnund andere Gerechtsame daselbst und in die ihm genommenen Dörferund Höfe. Das beschlagnahmte Gut, ihr Wein und ihre Renten solltenausgefolgt, ihr Schaden ersetzt werden. Doch sollte das Kapitel vorherversprechen, dass es sogleich nach der Einsetzung dafür wirken werde,dass der römische Sluhl seine gegen den Erzbischof ergriffenen Mass-rogeln einstelle. Iu abermaliger Zusammenkunft sollten dann Friedrich,das Kapitel und Vertreter der Landschaft die Gebrechen weiter bei-legen, eine Ordnung treffen, damit das Stift fortan besser regiert werde,und Wege vornehmen, wie solches beständig bleiben möge. Friedrichsollte dem Kapitel versprechen, durch Bevollmächtigte für Ausführungder gegenwärtigen Bestimmungen zu sorgen. Obige Dinge sollten nichtgeendet werden ohne Zustimmung der Landschaft; die Landeseinungsollte dadurch unverletzt bleiben. Die gegenseitigen Feindseligkeitensollten alsbald aufhören. Diese Abrede, mit Wissen Ruprechts getroffen,wurde fünffach ausgefertigt, für ihn, Friedrich, das Kapitel, die Ritter-schaft und die Städte. Verschreibungen der einzelnen Parteien solltenihr folgen. Ruprecht, so schwer die Bedingungen für ihn waren, er-klärte am 13. November ihre Annahme 63 ). Wir wissen nicht, ob esihm Ernst damit war. Tbatsaehe ist, dass es trotz aller Bemühungennicht zum Frieden gekommen ist. Als zu Anfang des nächsten Jahreszwischen wieder herabgeschickten Räten Friedrichs, Freunden Ruprechtsund Vertretern von Kapitel und Landschaft eine neue Zusammenkunftin Köln stattfand, beschuldigte jede Partei die andere des Abfalls vonder geschlossenen Abrede 64 ). Der Bruch wurde schliesslich unheilbar.Im Januar 1473 erhielt die rheinische Landeseinung eine Reihe
C1 ) Er bat die Stadt Aug. 24 (Brühl), desgleichen zu thnn. Die Stadtbeschwerte sich Aug. 25 über grosses Geschrei und Gerenne seiner Dienerbeim Ein- und Ausreiten (Briefb. 29 Bl. 311). Er antwortete begütigendAug. 26 (Brühl).
° 2 ) Gedr. Arch. des Vaterl. I S. 125.
G3 ) Siehe Niederrhein. Annalen 59 S. 117; Druck Arch. des Vaterl. IS. 128 mit 'ut snpra' = Nov. 4, wohl nach dem Entwurf.
G4 ) Siehe ausführliches Schreiben Ruprechts an Köln 1473 März 15Brühl, praes. März 18; Stadtarch., Briefeing.