50Der von Löwenich herabkommende kleine Bach istdurch den Eisenbahnbau fast gänzlich versiegt. Der-selbe mündete sonst unterhalb dem Schlosse Ruhrigin den Malefinkbach, und mit demselben weiter ab-wärts in die Ruhr. — Als der Wandrer im Frühjahr1865 im Dorfe Körnzich den Weg nach Baal fragte,erhielt er in jülicherländer Mundart die Antwort:„Jowal, dä Weg geit op der Bol an.“ — Also ineiner bis jetzt noch erhaltenen Ausdrucksform, dievon keinem Orte, sondern von einer Person redet„Jawohl, der Weg führt zum Baal.Wie hier Baal am Klingelbach, so liegtBilligheim in der Pfalz am Klingbach. Obder Name dieser Bäche auch mit dem Baaldienstzusammenhängt?Belmen, Dorfschaft, in der Gemeinde Jüchen.Bell, Dorfschaft, in der Gemeinde Odenkirchen, kaumeine Viertelstunde abwärts am selben Ufer der Neers.Die hiesige Bezeichnung ist „an der Bell“, also auch hierwieder nicht örtlich, sondern persönlich. „Gang gau, ongöv döt an der Her Pastur, on dat an der Her Lihrer.D. h. „Gehe schnell, und gib dies dem Herrn Pastor, unddas dem Herrn Lehrer.Bellinghoven auch „Beltekoven“, Dorfschaft, beiObergeburt und München=Gladbach.Baaldern, Dorf, in der holl. Grenze bei Kalden-denkirchen.Bellinghoven, Landgut, bei Nieukerk.Bollerschen, Hof, in der Gemeinde Hülsdonk beiMörs.
Druckschrift
Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten