36In der hiesigen Gegend wurde schon seit Jahr-hunderten, der Boden fleißig urbar gemacht. Trotz-dem sind, auf der diesseitigen Hochebene zwischenRhein und Maaß, noch stundenweite, unbeackerteFlächen übrig geblieben. Und auf diesen Heidenfinden wir alte Todtenhügel, die reden heute nochvon der Heidenzeit. In den Jahren 1830—33,hat ein Pfarrers Sohn von Pfalzdorf, sie ein-mal aufgesucht, und in einer Strecke von kaum10 Stunden, von Nimwegen an über Kleveund Kalkar, Goch und Geldern bis Mörs, vieleheidnische Grabstätten und Alterthümer gefunden.Die römischen selten unter Hügeln, mehrauf hügellosen Stellen. Die germanischenmeistens unter Hügeln. — Die Römer legten ihreTodten in die Erde. Unsere Vorfahren aber bettetenihre Todten auf die Erde, und bedeckten sie dannmit einem Erdhügel. — Solche altdeutschen Gräberfand er am rechten Ufer der Neers, auf dem Goch'schenBerge, in der alten Herrschaft Kalbeck zwischenGoch und Uedem; auf der Heide zwischen Goch undAspern; auf dem Felde eines Ackerguts: „die Hees“,in der Nähe von Weeze; und auf der Heide bei denpfälzischen Ansiedelungen Pfalzdorf und Luisendorf.Einige Stellen zwischen Neu=Luisendorf, Keppelnund Appeldorn, heißen jetzt noch: „De Doden-höbel“.Göttelborn, Waldhütte, in der Gemeinde Quir-scheid bei Heusweiler und Saarbrücken.Godendorf, Dorf, bei Ralingen im Landkreise Trier.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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