23Diese heiligen Quellen und Orte, erzählen sie unsnicht alle, mehr oder minder, von dem germanischenOdin⸗Dienſt?Wohl weiß es der Wanderer, Einige wollen be-haupten, aus sprachlichen Gründen: der Odinkultussei nicht bis hierher vorgedrungen, sondern nur im hohenNorden zu suchen. Mit den lieben Gelehrten will erdarüber auch gar nicht streiten, sondern nur einfachmittheilen, was und wie er es, an Ort und Stellegefunden hat. Andere mögen weiter forschen, undwenn das treulich geschieht, wird sich seiner Zeit dasRichtige schon finden.Zwischen diesen Odienstätten, treffen wir nuneine Menge Ortsnamen, welche in allen Abstufungender Aussprache, an Baal erinnern. Die Umwandlungder Namen Baal und Bel, in Bil, Bol, Böl, Bulund Bül sind nur verschiedene, zu gleichem Recht be-stehende Mundarten.Ein Sprach= und Geschichtsforscher sagt: „DerAmbach zu Mainz, heißt auch Ombach und Umbach.“S. Mone: Celtische Förschungen. S. 41.Ueberhaupt ist bei solchen Nachforschungen dieamtliche Schreibart der Namen nicht immer maß-gebend. Dieselbe wurde früher oft sehr willkührlich undprüfungslos angenommen. Vielmehr ist hierbei auf dieNamens Aussprache zu lauschen, wie sich dieselbe imVolksmünde lebendig fortgeerbt hat. An manchen vondiesen Orten, lebt jetzt noch die Sage, von heidnischemGötzendienst.
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Eine Wanderung durch die Vorzeit unseres Vaterlandes : nur als Handschrift für Freunde
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