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rationen leicht erkennen lassen (131. XXIX, 36) r ). Weniger voll-kommen erhalten, als die beiden vorhergehenden, aber analog den-selben, ist die sog. Steeger Burgwart, zwischen Wesel undSchcrmbeck, im Kreise Rees. Hier findet sich von der äussernUmschliessung nur der nördliche Seitenwall nebst vorliegendemGraben, worauf dann noch ein glacisartiger Aufwurf folgt. Derinnere Einschluss hat eine nicht ganz regelmässige Gestalt, da derWall dem unregelmässig geformten Rande des über einem altenLippebette erhöhten Bodens folgt 2 ). Noch unvollständiger ist dieVerschanzung zu Asbach, im Kreise Neuwied, erhalten. Hier istbloss der grössere Theil des inneren Einschlusses vorhanden, deräussere völlig verschwunden. Jener bildet ein Rechteck von 90 M.Länge und 70 M. Breite, und wird gebildet durch einen 7 M. ho-hen Wall mit vorliegendem Graben von 6 M. Breite in der Sohle,worauf ein zweiter Wall von 4 M. Höhe folgt, der wiederum einen
') „Im Weichbild der Stadt Bocholt befinden sich, 1600 Sehr, südlich vomHaus Tenking, die Ueberreste eines alten verschanzten Lagers, worüber die münd-liche Tradition gänzlich schweigt. Die Wälle sind noch an mehren Puncten 25bis 80 F. hoch und stossen so genau im rechten Winkel zusammen , dass derBau durch Menschenhände nicht bezweifelt werden kann. Es scheinen doppelteWälle gewesen zu sein, wobei der innere den äusseren noch jetzt bedeutend über-. höht. Das umliegende Terrain ist jetzt in nasser Jahreszeit fast ganz unprakti-kabel und mag es vor Jahrhunderten vollständig gewesen sein, so dass die An-näherung nur von der Seite von Boeholt möglich gewesen. Die sorgfältig ge-wählte Lage und die starken Profile deuten auf einen längeren Aufenthalt derdarin stationirt gewesenen Truppen. Spuren von Mauerwerk sind nicht aufge-funden worden. Die Vermuthung, dass diese Wälle von den Eömern herrühren,wird durch nichts wiederlegt." Schmidt a. a. O.
2 ) ..Dahin gehört auf der Nordseite des Flusses bei Schermbeck der Platz,welcher „die Steeger Burgwart" heisst und zur Hiitung der Schafe gebraucht wird.Auf der Südseite der Lippe liegt gegenüber das einzeln stehende Haus Barnum_Diese Burgwart ist ohne Zweifel der Üeberrest eines römischen Lagers, von wel-chem sich die Gräben und Wälle noch am deutlichsten erhalten haben; nach derLippe zu ist es am meisten flach geworden. Von diesem Ende bis zum erstenWalle ist es 180 Sehr, lang und 40—50 Sehr, breit, dann folgen zwei Wälle mitGräben und in einiger Entfernung ein dritter Aufwurf. Die Wälle an den Seitensind wahrscheinlich abgetragen und 'die Erde auf die danebenliegenden Feldergefahren worden, wie dies bei vielen ähnlichen Umwallungen noch jetzt geschieht,oder die Ueberschwemmungen der Lippe haben von dieser die Wallerde weggespült."Fiedler, Gesch. u. Alt. etc., S. 172, Taf. IV, Fig. 5. Vgl. N.B.IV. Folge, Fig. 8.