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Local-Forschungen über die alten Heerstrassen und Schanzen auf der rechten Rheinseite
Entstehung
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(Kr. Essen), Bl. X ad, 1; an dem Communalwege zwischen Vördound Dinslaken im Kuhbruch (Kr. Duisburg), Bl. III, 19; des-gleichen von Haltern nach Hullern (Kr. Coesfeld), Bl. VII d, 1.Auch an den früher genannten Strassen mit zwei Seitenwällenerscheinen häufig in ihrem ferneren Verlaufe nur der eine oderder andere Seitenwall. Alle diese Wälle können ihres bedeuten-den Volumens wegen nicht aus den Seitengräben herrühren, zumalsie auch öfters da vorkommen, wo gar keine Gräben sind. Siezeigen überall eine kunstmässige Anlage, und auf ihr hohes Alterweisen die vollständig abgerundeten Formen, wie sie auch bei denLandwehren erscheinen; ihr ganzes Aussehen bezeugt, dass esregelmässig" aufgeworfene Wälle, wie die Landwehren, sind. Zu-weilen kömmt es vor, dass sie in späterer Zeit an einer oder anbeiden Seiten abgegraben sind, wodurch sie ein neueres Ansehenerhalten, oder sie sind beim Auswerfen von Seitengräben mit Erd-reich bedeckt und dadurch als alte Ueberrestc wenig erkennbargeworden. In solchen Fällen bemerkt man, wo die so verändertenalten Wälle neben den Chausseen, die auf alte Strassen gelegtsind, erscheinen, dass da, wo die alten Strassen die Chausseenverlassen, auch jene Wälle plötzlich aufhören, und in den ur-sprünglichen Formen wieder an den alten Wegen auftreten. Ichhabe bei der Aufnahme der Profile alle irgend zweifelhaften Fällevollständig ausgeschlossen und nur diejenigen alten Wälle aufge-nommen, die als solche mit Sicherheit erkennbar waren.

Untersucht man die alten Strassen in weiterer Ausdehnung,so findet sich, dass viele derselben, ausser den genannten Seiten-wällen, noch andere alten Ueberreste aufzuweisen haben. An demschon genannten alten ' Wege von Dorsten nach Haltern,der rechts und links einen Scitenwall hat, bildet der zwischendiesen Wällen gelegene mittlere Theil gleichfalls einen förmlichenWall, der nur dadurch zum Theil zerstört ist, dass das Fuhrwerkdurch den einen Seitengraben geht, wodurch dieser erbreitert,während der Wall geschmälert wurde ; der so erweiterteSeitengraben hat jetzt eine Breite von 3, 5 M. und dient noch alsFahrweg, während der daneben übriggebliebene Theil des mitt-leren Walles eine Breite von 2, 2 MT. auf der Krone hat. Bl.VIIb, 3.Plieraus lässt sich die ganze ursprüngliche Anlage deutlich er-kennen: sie bestand aus ei ncm auf der Krone 44, 5 M.