86graben gefunden hatte; die Kaiserin Helena steht da-bei; an der Seite der h. Bischof Makarius, auf dessenRath man eine kranke Frau mit den Kreuzen berührt,um zu erkennen, welches von den dreien das h. KreuzChriſti ſei.Ueber das h. Kreuz berichtet uns nämlich dieGeschichte Folgendes:In den erſten Jahren nach der Himmelfahrt Jeſuhatten die Christen in Jerusalem die Stätte, wo dasKreuz des Heilandes gestanden hatte, und Sein Grabin großer Verehrung gehalten. Nur während derBelagerung und Zerstörung Jerusalems durch Titusim Jahre 70 nach Christus, waren die Christen unterAnführung ihres Bischofes Simeon nach Pella, jen-seit des Jordans, ausgewandert, aber nach Abzug desTitus bald wieder zurückgekehrt, und hielten die heil.Stätten hoch in Ehren. Jedoch der römische KaiserHadrian (132—136) ließ Jerusalem zwar aufbauen,ließ aber den Christen zum Hohne den Leidens= undGrabeshügel des Herrn mit einer hohen Masse Erdeüberschütten und schändlicher Weise dort Statuen undTempel heidnischer Götzen errichten. Nichtsdestoweni-ger pilgerten Christen aus allen Gegenden dahin.Als nun die Christenverfolgungen durch die römischenKaiser endlich aufhörten und Kaiser Constantin derGroße ſich 313 für das Chriſtenthum erklärte undes überall beschützte, da unterahm es seine Mutter,die h. Helena, Golgatha und das h. Grab von seinergräulichen Verunehrung zu reinigen. Die heidnischenBilder und Tempel wurden wurden vertilgt, und mitHülfe des h. Makarius, Bischofs zu Jerusalem, gelanes ihr, nachdem der aufgehäufte Schutt hinwegge-räumt war, das in Felsen gehauene h. Grab Christiwieder aufzufinden und ebenso auch die in der Nähedesselben vergrabenen drei Kreuze und die Nägel;auch die Inschrift, die aber von dem Kreuze abgelöst
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