82—serer Kapelle ruht jetzt die Orgelbühne auf dem Grabe:dadurch ist das Thürmchen, welches früher daraufstand, weggefallen. Die kleine Orgel ist vor circa35 Jahren aus der Pfarrkirche hierhin gesetzt wor-den. — In Jerusalem ist die Grabeskapelle seitdemauch etwas anders, als früher, geworden. Nachdemim Jahre 1808 die h. Grabeskirche abgebrannt war,haben die Griechen beim Neubau jene zehn Marmor-fäulen weggelassen und dafür breite Pfeiler hingesetzt.Wir haben daher in unserer Kapelle noch ein Mo-dell der alten Grabeskapelle, wie sie vor 300 Jahrenwar.3. Vor dem Eingange der Grabeskapelle befindetsich zu beiden Seiten eine Bank. (Vinhoven bemerkt,daß um Ostern in Jerusalem, da sehr viele Pilgerzum h. Grabe kommen, gewöhnlich die Türken aufdiesen Bänken säßen und von den Eintretenden einTrinkgeld empfingen, was aber zu anderen Zeitennicht geschieht).4. Beim Eintritte gelangt man zuerst in die so-genannte Engelskapelle, welche ein Vorbau zum heil.Grabe ist. Sie ist ein wenig niedriger als das Grab-monument. In derselben, etwas nach rechts, befindetsich ein niedriger Sitz, den Stein vorstellend, auf demder Engel saß, der den frommen Frauen sagte: „Erist nicht hier, Er ist auferstanden.“ An der Wandsind die Wächter des Grabes abgebildet; oberhalb diedrei h. Marien, nämlich Maria, die Mutter des h.Jakobus, Maria Magdalena und Maria Salome,welche des Morgens früh zum h. Grabe kamen, um denh. Leichnam einzubalsamiren. Darüber steht die bezüg-liche Stelle aus der h. Schrift: „Als die Drei, näm-lich Maria Magdalena, Maria Jakobi und MariaSalome des Morgens gar früh (da die Sonne auf-ging), das Grab ſuchen und Jeſum, ſalben wollten,sprachen sie untereinander: Wer wälzet uns den Stein
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