80—geht Judas der Verräther, nahe der Brücke, welcheüber den Bach Cedron führt.Daneben, unter B, in dem Gitter ist der Ort,wo Jesus an's Kreuz genagelt worden ist. Das Bildzeigt Golgatha nach der Kreuzabnahme; unten liegtdas Gewand Christi mit den Würfeln der Soldaten.In Jerusalem steht an der Stelle, wo Christus an'sKreuz genagelt wurde, eine Kapelle, welche hier durchdas vorstehende Gitter angedeutet ist, innerhalb dessenein Kruzifix liegt. Wendet man sich um, so siehtman den Kalvarienberg, ungefähr in der Mitte derKirche; der sterbende Heiland hängt am Kreuze, zubeiden Seiten die Schächer; unmittelbar neben demKreuze steht zur Rechten des Heilandes Maria, dieſchmerzhafte Mutter, zur Linken der h. Johannes;dann Maria, die Frau des Kleophas, und MariaSalome. Die Figuren sind aus Holz geschnitzt. Vordem Kreuze Christi ist eine große runde Oeffnung inder Erde, welche sich in Jerusalem auf dem Kalva-rienberge noch befindet; dies ist die Stelle, wo dasKreuz Christi gestanden hat. Nahe dabei, rechts,sieht man eine Rinne in der Erde, welche den Felsen-riß bezeichnet, der beim Tode Christi entstand. InJerusalem befindet sich im Kalvarienberge noch jetztdieser Spält zwischen der Kreuzstätte Christi und deslinken Schächers. Die Ueberlieferung sagt, daß dieseiner der Felsen sei, die sich beim Tode Christi spal-teten. Schon der h. Cyrillus, Bischof von Jerusalem(† 386), sagt: „Dieser heilige Golgatha legt bis zumZeugniß ab, daß in jenem Augenblickeheutigen Tagedie Felsen borsten.“ Nach einer alten Sage sei durchdiesen Spalt das Blut Christi herabgeronnen und aufden im Inneren des Kalvarienberges begrabenen Schä-del Adams herabgetröpfelt.Eine ganz besondere Merkwürdigkeit in unsererKapelle ist das h. Grab, welches ziemlich genau der
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