18nunwegsam; er wandte sich deshalb an den Amtmannin Kempen, zu dessen Bezirk die betreffenden Wegegehörten, worauf dieselben alsbald verbessert wurden.Es wurden nämlich durch die sumpfigen Stellen Deiche,hochliegende, aufgeschüttete Wege angelegt; und Vin-hoven erhielt die Erlaubniß, an diesen Wegen vorbeiauf den Deichen Bäume anzupflanzen. Diese Holz-pflanzungen und Anlagen wurden ihm aber, besondersin der Gegend nach Willich hin, mehrmals muthwil-liger Weise verdorben. Darüber klagte er bei demdamaligen Landesherrn, dem Churfürsten und Erz-bischofe von Köln, worauf dieser den Amtmann inAnrath, worunter Willich gehörte, anwies, die Sachestrenge zu untersuchen und gegen die Frevler einzu-schreiten. — Die betreffende Bitt= und KlageschriftVinhoven's vom Jahre 1670 lautet im Wesentlichen:„Durchlauchtigster Churfürst! Gnädigster Herr!Demnach die Andacht bei hieſiger Capellen zuBeth=Jerusalem als ziemblich angewachsen, daß des-wegen von unterscheidlichen Ortern viel Frembde undPilger ihrer Andacht halber dahin gelangen thun;aber hin und wieder unweit von der Capellen einigesumpfige, morastische, nidrige Thäler sich befinden,allwo die Pilger und Frembden, auch Alle, welche dazu gehen haben, zu Herbstzeit, Frühjahr und Winterdurch, ohn Umgehen drückens Fuß nit wol dadurchkommen können — So habe ich zu mehrern EhrenGottes der gesagten Ungelegenheit fürzukommen, beidem Herrn Ambtmann zu Kempen, Herrn von Wach-tendunk, und Kempischer Obrigkeit, warunter dieseschlechte Gemeinde gehörig ist, daß durch solche tiefeGründe, da lauter Gruben, Kulen und Lehmlöcherſind, ein Fußpat und Deichlein den obgenannten Pil-gern und dahin Reisenden zum Besten, mir aber zumUnterhalt des Deiches, so darnach etwas Holz darauf.
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