15.aus dem Jahre 1657 oder 1658 (ein Jahr nach derEinweihung der Kapelle), sagt Vinhoven, daß dieseAndacht an Freitagen und Samstagen, in welcher derRosenkranz und fünf Vater unser zu den heil. fünfWunden gebetet wurden, von der ganzen Umgegendso sehr besucht wurde, daß die Kapelle zu klein war,um die Menschen zu fassen.Wie sehr eine solche Theilnahme an der Kapellen-Andacht und ein so zahlreicher Besuch der Kapelle denfrommen Priester und Stifter derselben erfreut habenmuß, läßt sich leicht denken. Er hatte dieselbe ja auseignen Mitteln gebaut. Das Geld dazu hatte er sich,wie er selbst sagt, hauptsächlich erspart von seinemGehalt als Feldkaplan und Rath des Generals vonWerth; auch hatte er dazu ein Gnadengeschenk desKaisers Ferdinand verwendet, das derselbe ihm per-sönlich zur Belohnung gemacht hatte.Nachdem die Kapelle erbaut und eingeweiht war,verwaltete und bediente er dieselbe als erster Rektorselbst und als solcher war er nur darauf bedacht, fürdie Ehre Gottes und das Heil der Seelen zu sorgen,und Alles, was ihm in der Kapelle und sonst vonguten Christen und Pilgern zugebracht wurde, ver-wendete er wieder zum Besten der Kapelle, zu ihrerVerschönerung, zur Verherrlichung des Gottesdienstes,auch zum Besten der armen Pilger, wie er ja auchspäter in seinem Testamente fast sein ganzes Vermö-gen der Kapelle vermacht hat.Auch eine Schule erbaute Vinhoven bei der Ka-pelle, wie schon oben bemerkt wurde, und wahrschein-lich gab er anfangs selber den Schulunterricht für dieKinder der zunächst wohnenden Eltern. Bald abersorgte er dafür, daß ein eigener Lehrer an dieserSchule angestellt wurde, der zugleich Küster an derKapelle war. — Aus dem folgenden Jahrhundertesind die Namen der Lehrer und Küster bekannt, die
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