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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
83
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von Dr. Max Pettenkofer. 83

um

Uhr

Min.

pro mille

12

45

4,21

bei 18« (j.

1

15

2,91

.. 18» C.

1

45

2,21

, 18° C.

2

15

1,76

18,5« C.

Bei Beginn des letzten Versuches wurde im Ofen Feuer ge-macht. Dasselbe brannte trotz des sorgfältigsten Verschlussesaller Oeffnungen des kleinen Zimmers sehr lebhaft, so dassman augenfällig sah, dass die Luft, welche durch den Aschen-fall nach dem Kamin strömte, jeden Augenblick von aussenwieder ersetzt werden musste. Da die Oefen so construirtsind, dass der Aschenfall und der Rost des Ofens jederseine eigene Thüre, und zwar an verschiedenen Seiten des-selben hatte, so Hess.sich mit dem Anemometer die MengeLuft, welche in den Ofen strömte, sehr leicht messen: siebetrug per Stunde 60 Cubikmeter. Einige Tage darauf be-stimmte ich abermals den Zug des Ofens ohne den sorgfäl-tigen Verschluss an Thüren und Fenstern; er betrug 62 Cu-bikmeter per Stunde. Eine so geringe Differenz möchte ichlieber auf andere hier maassgebende Umstände, als dasErschweren des Luftzutrittes durch Fenster und Thürenschieben, und selbst wenn sie hiedurch bedingt gewesenseyn sollte, so ist sie so klein, dass sie alle Bedeutung ver-liert. Als nach einer halben Stunde, während welcher Zeitdas Thürchen zum Aschenfall völlig geöffnet blieb, die Luftwieder auf Kohlensäure untersucht wurde, zeigte sie um2 Uhr 45 Minuten 1,17 pro mille bei 20,4° C. Tempera-tur. An dieser Stelle erwähne ich, dass bei allen voraus-gehenden Versuchen die Ofenthüren und auch die Klappeim Ofenrohr geschlossen waren, so dass ider Zug desKamines mit dem Luftwechsel im Zimmer in keiner Ver-bindung stand.

Ich komme nun zur Erörterung der Frage, wie mandie Abnahme des Kohlensäuregehaltes einer Zimmerluft