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Über den Luftwechsel in Wohngebäuden
Entstehung
Seite
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von Dr. Max Pettenkol'er. 47

durch eine Arterie gleichmässig vor sich gehe, dass mithinin maximo auf 1 Saal 133,3 Kubikmeter per Stunde kämen:das ist aber thatsächlich durchaus nicht der Fall, und esvertheilt sich die durch die Arterie einfliessende Luftmassesehr ungleich; der unterste Saal im Erdgeschosse empfängtdavon nach der bestehenden Einrichtung das Meiste, derSaal im ersten Stocke wesentlich weniger und der obersteSaal (im zweiten Stockwerk) das Allerwenigste. Bei glei-cher Krankenzahl nimmt erfahrungsgemäss der üble Geruchin den Sälen von unten nach oben auch sehr merklich zu.

Dieses Phänomen ist aber nicht lediglich von dieser un-gleichen Vertheilung der zuströmenden Luft, sondern grossen-theils auch von den communicirenden Abzugsröhren abhängig,die zur Zeit, wo nicht stark geheizt wird, sehr häufig ver-kehrt gehen, und die Luft verschiedener Säle mit einander sichvermischen lassen. Da die Abzüge in den Mittelmauern lie-gen, und ebenso wie diese zwei neben einander liegendenSälen gemeinschaftlich sind, so ist nicht nur .eine Communi-cation dreier über einander liegender, sondern auch je zweierneben einander liegender Säle möglich, so dass stets eineganze Reihe unmittelbar neben einander liegender Säle durchdiese Abzugskanäle unter sich allmählig communiciren kann.

Herr Feichtinger fand bei seinen Beobachtungen vom13. Mai bis 5. Juni in diesen Abzugskanälen

a) auf der männlicheu Abtheilung

29.6 Procent Plus,13, Null und

57.4 Minus

Bewegung der Luft (Plus bedeutet hier die Strömung, welcheLuft aus dem Saale entfernt);

b) auf der weiblichen Abtheilung

14,8 Procent Plus

16.7 i Null

68.5 Mitius.