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im Spiegel nahen sieht, (Nr. 20 bei Merian) kann sichmit den besten Erfindungen Holbein's messen. Die Ba-seler Bibliothek bewahrt von diesen Gemälden eine ge-lungene verkleinerte Nachbildung in Wasserfarben vondem Bäcker Emanuel Büchel (1773), der schon früherauf gleiche Weise auch den von ihm entdeckten soge-nannten Klein-B ase ler Todtentanz im ehemaligen Non-nenkloster Klingenthal kopirte, vielleicht den ältesten vonallen, da er nach einer noch vorhandenen Inschrift ausdem J. 1312 stammen soll, jedenfalls älter, als der Gross-Baseler, dem er bis auf ein paar unbedeutende Abwei-chungen (z.B. in dem 5ten, 9, 14ten Bilde etc.) zum Musterdiente 69 . Allgemein bekannt wurde der Gross-Baseler To-dtentanz besonders durch die seit 1621 oft aufgelegten Ku-pferstiche desselben von Joh. Jak. und Matthäus Merian(später retouchirt von Chovin) und von andern, mit deut-schen und französischen Versen und erläuterndem, gröss-tentheils auch erbaulichem Text, hinsichtlich deren wirauf Massmann's sehr vollständige Literatur der Todten-tänze 70 verweisen. — Der Todtentanz in der sogenann-ten Todtenkapelle der Sancl-Marien-Kirche in Lübeck,besonders merkwürdig durch seine alten höchst naivenplattdeutschen Verse, die freilich bei einer Ausbesserungin neuerer Zeit durch schlechte hochdeutsche verdrängt