VII
die chinesischen und neugriechischen Gedichte, dieich in Meyers Volksbüchern vor mehr als 20Jahren neu herausgegeben, hat sich die vornehmeliterarische Kritik noch weniger gekümmert, als siesich vor 70 Jahren um dieselben, nämlich dieoben erwähnten „Thee- und Asphodelosblüthen",gekümmert hatte.
Neben dem „Pinsel Mings" nun halte ich dieTotentanzverse, die übrigens im Sommer 1847entstanden sind, deren Kühne Sprache also nichtetwa erst vom Revolutionsgeist inspiriert ist, fürdie besten Gedichte meines Vaters. Besondersscheinen sie mir zu den Bildern in einem Gradezu passen, daß eine vollkommenere geistig-künst-lerische Harmonie beinah undenkbar erscheint. Wasden gelehrten Teil des Buches betrifft, so würdedieser natürlich heute vielfach zu ergänzen, viel-leicht auch zu modifizieren sein, und ich habein meinem Handexemplar allerlei inzwischen er-schienene Literatur über die Totentänze notiert;jetzt erübrigt es sich wohl, sie hier anzuführen,da statt dessen verwiesen werden kann aufdas große Werk von Alexander Goette „Hol-beins Totentanz und seine Vorbilder", Straß-burg 1897.