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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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gleich man viele Kochbücher unter dem Name»geprüfte Koch-bücher für Jsraeliten" geschrieben hat; eben so verhält eS sichmit den homöopathischen Kochbüchern, welche man füglich aufden Nanm eines halben Bogens hätte beschränken können, dader Hanptgrundsatz derselben der ist, alle Säuren, alles Wurzel-werk und Kräuter, vorzüglich Petersilie, sowie alle Eewürzsioffezu vermeiden, wogegen Rüben, Gemüse und die Kohlarten zumGenusse empfohlen werden. So müssen auch als Kraukeuspeisenmir einfache uud leichte Speisen gegeben werden, als Suppe,Bouillon von Hnhn oder Taube mit etwas Neis, Perlgranpenoder GrieS; die Bouillon muß immer klar bleiben, nnd darfmir nach besonderer Erlaubniß des ArzteS mit weniger Sellerie,Blumenkohl, Spargel, nnd auch einigen Mohrrüben versetztwerden. Die Fleischspeisen dürfen ebenfalls mir einfach sein, alsTauben- oder Hühnerfleisch in der Snppe, ebenso junges Feder-vieh und Wildfleisch. Als Gemüse werden gewöhnlich nur jungeMohrrüben, Spinat, Kartoffeln mit etwas gedämpfter Kalbs-milch oder KalbS-Lütelelles, Spargel, junge Bohnen und Scho-ten gegeben. So darf man auch weiche Eier, Wildbraten, dom-xüles aller Art, und auch wohl gutes Wcin-Lelee geben. DieAnweisung, sie einfach zuzubereiten, ist unter den angedeutetenAbschnitten jeder dieser Speisen am besten zu wählen.

3. Ueber Restaurationsküchen-Sachen.

Da viele Nestanrateurs nicht gelernte Köche sind, so wirdes nicht unzweckmäßig sein, diese» meine Erfahrnugen in diesemPunkte mitzutheilen. Ueber die Einrichtung der Küche selbst,so wie der Kellerei, läßt sich nichts Bestimmtes angeben, da sichdies allemal nach der Größe der Wirthschaft richtet; deshalbwird hier bloß von den Sachen die Rede sein, welche man ineiner guten Restauration immer vorräthig haben muß. Hierzugehören z. B. die Leck-Steaks; diese bestreut man mit etwasSalz nnd Pfeffer, zieht sie durch gutes Fett oder Proveueeröl,und läßt sie von einem Tage zum andern in einer Terrine ste-hen; für die titele lies aber ist es besser, daß man sie immeran jedem Tage frisch macht. Kapaunen nnd Hühner werden ineiner Li-nse vorrälhig fertig gehalten, ebenso KalbSmilch, Ham-mcljiingcii und Ochscngaumen, nur sehe man danach, daß dasGeschirr, worin sie aufbewahrt werden sollen, von Thon oderPorzellan sei, und daß die Sachen ganz mit Braisenfett über-