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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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welche man beim Gebrauch verschiedenartig biegen kann. Manziert die Vessert-Teller durch nianiii'gfaltige Figuren von LsrgweZ.So kann man ihn z. B. über eine umgekehrte Kasserolle, welcheman mit Mandelöl bestreicht, buntfarbig spinnen, und dies Ge-spinnst läßt sich, wenn es kalt ist, behutsam abheben, und aufdie Teller stellen, auf welche» kandirte Früchte angerichtet sind;so gießt man auch Pyramiden von Larsmel in Papierformen,von denen man, sobald der Larsmel steif geworden ist, das Pa-pier mit einem nassen Schwamm ohne große Mühe abnehmenkann; nur darf man nicht zu viel Karamel auf einmal in dieForm gießen, und muß denselben auch immer mit einigen Trop-fen Citronensaft versetzen.

Früchte »» oder Fruchtbonbons.

Man nimmt hierzu bereits fertige Loiilitures, als GlaS-kirschen, Abrikosen, Nüsse, Pfirsichen, keines-lülauäes u. dgl. m.,läßt von denselben den Zucker ablaufen, trocknet sie ein wenigin einem Wärmspinde, steckt dann ein Stück auf eine feineSpicknadel, taucht es in nicht zu heißen Osrawel, so daß esganz dick von demselben überzogen wird, dreht es so lange inder Lust herum, bis der Zucker eine harte Schale um die Fruchtbildet, legt nun diesen London auf Papier, und fährt ebensoStück für Stück mit den anderen Früchten fort. Um diese Ar-beit schnell zu beenden, ist es nöthig, daß mehrere Personen zugleicher Zeit dabei behülslich sind.

Ueberzogene Maronen.

Nachdem man die Maronen fünf bis zehn Minuten in einerKaffeetrommel gebrannt hat, macht man behutsam die Schalen,sowie die darunter sitzende Haut ab, taucht sie dann, wie dieeben beschriebenen Früchte, in Lsramel, und richtet sie alsdannauf Dessert-Tellern an.

Pastillen ober kleine Brustkuchen.

Man rührt ein halbes Pfund besten, fein gestoßenen Zuckersmit einer beliebigen Essenz oder einem aromatischen Oele u. s. w.in einem Napf von Porzellan zu einer dickflüssigen Masse,welche, sobald sie zehn Minute» gerührt ist, so sein muß, daß,wenn ma» mit einen« Hölzchen etwas herausnimmt, dies wieein dicker Tropfen von demselben abfällt. Diese Masse rührtman nun in einem (Üsismel-Löffel, welcher mit einer Tülle oderKochbuch. öl)