65V
3. Angabe der anwendbaren, unschäd-lichen Farben, um<»vAvv^,
Gefrornes und Zucker zufärben.
Gelb niit Saffran, Knrknmmwurzel und Saflor.
Blau mit Veilchen-Syrup, Lackmus oder Indigo. Von bei-den letzteren Arten reibt man etwas mit kaltem Wasserauf einer Porzellan-Platte ab.
Grün mit Spinatmottc*), mit Saftgrün oder einer Mischung
aus Gelb uud Blau.
Noth mit Alkermes, Himbeersaft nnd in Wasser ausgekochterCochenille.
Orange mit Oi-Iean oder einer Mischung aus Gelb und Noth.Brau» mit Chokolade oder starkem, filtrirtem Kaffee.
Niolet mit einer Mischung von Roth und Blau.
Schwarz mit eingekochtem Saft von schwarzen Waldbeereuoder schwarzen Kirschen nnd kurz eingekochtem, filtrirtemKaffee, welcher mit etwas gebranntcm C'Ifeiibeiii ver-setzt ist.
Diese unschädlichen Farben sind in großen Städten bei denDrogneristen zu bekommen, uud man ist durch sie in den Standgesetzt, manche dem Ange wohlgefällige Schussel zu schaffen.DaS AuSgießen der Lel--e5 und LlanemanAers ist dabei ein-facher, als es aussieht, und es ist schwerer, sich die Meisterkronein geschmackvoller Auslegung der nnd zierlicher Anrich-
tung der übrigen Speisen zu erwerbe». Auch beim einfachstenGericht muß man dahin trachten, eS dem Ange wohlgefällig dar-zustellen, nnd eS wird die Cßlust mehr reizen, als das feinsteGericht, welches unordentlich auf eine Schüssel geschüttet ist.
°) Die Spinatmolte zum Färben wird folgendermaßen bereitet: Man»cbmc zwei Hände voll rein gewaschenen Spinal, stoße ibn roh im Mör-ser, presse ibn alsdann durch ein Tuch, erwärme den dadurch gewonnenenSaft etwas i» einer kleinen Kasserolle, bis er geronnen ist, und schütte diesnun auf ein Haarsieb, damit das Flüssige rein ablaust. Der aus demSiebe zurilbleihende Käse aber ist die Spinalmolle.