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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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174Schrift erzogen sind, dulden nicht, daß auch nur eine einzigeSylbe der göttlichen Lehren den Feinden überliefert würde, son-dern leiden nöthigen Falles für ihre Vertheidigung gern jegliche7 1Todesart.Wie steht es aber im Gegentheil mit dem Trugsinn undToben der Ketzer? Der heil. Gregor von Nazianz spricht alsodavon:Nichts ist gefährlicher als diese Ketzer, die, wenn sieAlles durchwühlen und durchstöbern, doch nur mit einem Worte,wie mit einem giftigen Tropfen ans Licht kommen, und damitjenen wahren und einfältigen Glauben des Herrn und dann auchder apostolischen Tradition vergiften.Erwäget, Brüder, was das zu bedeuten hat; bedenket wohl,wohin ihr steuert, sobald ihr eure Segel aufgezogen habt. Kannman schon mit einem einzigen, ketzerisch ausgelegten Worte denwahren Glauben Christi und die apostolische Tradition vergiftenwas wird dann dieses endlose Gerede bewirken, welches ihr widerden wahren einfachen Glauben und wider die apostolische Tradi-tion so schändlich und ärgerlich verbrauchet?Mit eurem Schiff könnt ihr unmöglich vorankommen, wenn ihres nicht bis oben an mit den größten und gewichtvollsten Lügenbefrachtet, und die Andern unten als Ballast verwendet und umgleichen Preis an den Liebhaber verwerthet. Welches sind dieseauffallendsten und bezauberndsten Waarenartikel, in die dieses eiteke,leichtfertige, fleischliche und weltlichgesinnte Menschengeschlecht ammeisten verliebt ist, um eure Religion im Fahrwasser und Ansehen zuerhalten und zu vertheidigen und für nothwendig erachtet, um diekatholische Wahrheit damit zu bekleiden, resp. zu besudeln und zumaskiren, als wäre sie eine Tochter des leidigen Satans, der Hölleentstiegen, und den Katholiken einen Glauben andichtet, vor demsie selbst erschrecken, und wie vor dem höllischen Feuer zurückbeben.Ist das nicht so wahr und offenbar als ein Gott im Himmel ist?Was predigt ihr, wenn ihr das Volk den Catechismuslehret? Nicht wahr, daß die römischen Katholiken den einzigenvollkommenen Seligmacher der Welt, nämlich Jesum, mit derThat und den Werken verläugnen, mögen sie auch mit noch sogroßer Ehrfurcht und Ehrerbietung seinen heiligen und ehrwürdigsten Namen im Munde führen, und sich dessen rühmen? Warumdießes? Weil sie, wie ihr saget, einen großen Theil ihrer Seligkeit außer Jesum suchen. Wobei? Bei sich selbst, oder sonst inirgend etwas, nämlich durch ihr Fasten, Beten, Almosen, oderdurch die Verdienste der Heiligen und die Ablässe des Papstes.1 Qui sunt in sacris litteris educati, ne unam quidem syllabam divi-norum dogmatum prodi sinunt: sed pro eorum defensione, si opus estnullum non mortis genus libenter, amplectuntur. Apud Theodoret. Lib. 4Hist. eccles. cap. 17.2 Nihil periculosius his hæreticis esse potest, qui cum integre peromnia decurrant, uno tamen verbo, tamquam veneni gutta, veram illamac simplicem fidem Dominicam, et exinde Apostolicae traditionis inficiunt.Tract. de fide.