131von allen ihren Feinden. Denn, sie mögen wollen oder nichtselbst die Ketzer und Schismatiker müssen, wenn sie nicht mit denIhrigen, sondern mit Fremden reden, die katholische Kirche nichtanders als katholisch nennen. Denn sonst versteht man sie nicht,es sei denn daß sie dieselbe mit diesem Namen unterscheiden, mitwelchem man sie in der ganzen Welt nennt.“ Lib. de Verarel. c. 7.Darum sagt auch der heil. Cyrillus von Jerusalem, der nochvor dem heil. Augustin lebte: „Wenn Ihr in eine Stadt kommtso fraget nicht, wo die Kirche oder das Haus Gottes sei; denndie Ketzer sagen auch, daß sie Gottes Haus und die Kirchehaben; sondern fragt nur, wo die katholische Kirche ist, denndas ist der eigentliche Name dieser heiligen Kirche, unser AllerMutter.“ Katecheſe 18.Da habt Ihr denn also, Männer, Brüder, den heilsamenArzneitrank, welchen der heil. Augustin bereitet, verordnet undselbst wider das Gift aller Ketzereien gebraucht hat. Damit wirnun denselben ohne Furcht, und mit großer Lust und mit Ver-langen gebrauchen möchten, sagt er:Da wir jetzt die Hülfe Gottes, die so groß ist, den glück-lichen, stets voranschreitenden Fortgang und die allseitigen herr-lichen Früchte schauen, sollen wir dann nun noch länger inZweifel stehen und Bedenken tragen, uns in den Schooß jenerKirche zu begeben, welche die ganze Welt erkennt und bekennt,und zwar vermittelst des apostolischen Stuhles und durch dieReihenfolge der Bischöfe? Jener Kirche, sage ich, welche dieKetzer vergebens umschwärmen (und ihre Zähne daran wetzenund schärfen), welche abgewiesen, verurtheilt und verdammt sindsowohl von allen Christen als durch das Ansehen und die Würdeder Concilien, nicht minder auch durch die Majestät und Herr-lichkeit der Wunder, wodurch sie die höchste Autorität und Machterhalten hat„Diejenigen nun, welche der Kirche diese Ehre nicht zuerken-nen, und ihr dieselbe nicht erweisen wollen, daß sie nämlich denhöchsten Vorzug hat (daß sie das Haupt und die Mutter allerGläubigen ist), diese thun fürwahr einen Mißgriff, der entwederdie größte Gottlosigkeit oder eine ruchlose und muthwillige Ver-messenheit ist.“ Lib. de utilit. cred. ad. Horat. cap. 17. Unddiese stürzt den Menschen ins äußerste Elend.Damit wir nun sehen, wie viel hieran liegt, und wie sehrder heil. Vater um die verirrten und kranken Schafe bekümmertist, wie sehnlichst er ferner wünscht, daß sie seinem Rathe folgenund diese heilsame Arznei nehmen, sagt er: „Kommt doch, liebeBrüder, so es euch beliebt (denn eure höchste Seligkeit hängtdaran), damit ihr dem wahren Weinstock möget eingepfropft wer-den. Es schmerzt uns (wir sind darob sehr bekümmert und besorgt)daß wir euch so abgeschnitten da liegen sehen (als unnütze Reben
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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131
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